Biotopverbund macht es leichter für Streuobstwiesen

von Redaktion

Konzept von Bund Naturschutz, Ökomodellregion und Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege

Mühldorf – „Wir wollen den Kommunen helfen,“ betont Alexander Jackl, Streuobstexperte beim Landschaftspflegeverband. Zusammen mit den Bund Naturschutz konnte der LPV auf einer zum Gasthof Gallenbach gehörenden Fläche die erste pflegeleichte Streuobstwiese verwirklichen.

Dr. Andreas Zahn stellte interessierten Vertretern aus Kommunalpolitik, Landschaftspflege und Naturschutz eine „Streuobstwiese mit verringertem Pflegeaufwand“ vor, die der Bund Naturschutz zusammen mit der Ökomodellregion und dem Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege konzipiert hat.

Im Grußwort wies Landrat Max Heimerl auf die Bedeutung des Biotopverbundes hin und die wichtige Arbeit des Naturschutzes. Dieser sei auch in schwierigen Haushaltsjahren ein wichtiger Punkt bei Entscheidungen der öffentlichen Hand und werde stets berücksichtigt.

Umgesetzt wurde das Projekt in Gallenbach (Gemeinde Taufkirchen) bei Hilarius und Claudia Häußler vom Biohof Gallenbach. Diese Form der Streuobstwiese ist vor allem für kommunale Flächen gut geeignet, da sich der Pflegeaufwand in Grenzen hält. Der Vorteil dieser Streuobstwiese ist, so Dr. Zahn, dass ein regelmäßiger Schnitt nicht zwingend erforderlich ist und dabei die Funktion für den Naturhaushalt trotzdem erhalten bleibt.

Auch optisch ähnelt sie sehr ihrem die Kulturlandschaft prägenden Vorbild. Hilarius Häusler betont: „Die Früchte der pflegeleichten Gehölze wollen wir je nach Art zur Herstellung verschiedenster Marmeladen, Gelees und Kompotte sowie Säften und Likören verwenden.“ Die Pflanzung in Gallenbach wurde durch mehrere Förderungen möglich. Die Anlage dieser pflegeleichten Streuobstwiese wurde finanziert mit Mitteln der Biolandstiftung Höfe.Bilden.Vielfalt. und der Gerhard und Ellen Zeidler-Stiftung. Ergänzt wird das Projekt in Gallenbach mit einer klassischen Streuobstwiese, die mit Mitteln des bayerischen Umweltministeriums gefördert und durch den Landschaftspflegeverband Mühldorf über Mühldorfs Streuobstträume umgesetzt wird.

Der Bund Naturschutz, der Biohof Gallenbach und der Landschaftspflegeverband Mühldorf stehen bei Interesse für weiteren Informationen gerne zu Verfügung.

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