Gemeinde hat rund drei Millionen Rücklagen

von Redaktion

Bürgerversammlung in Jettenbach – Die besten Schüler ausgezeichnet

Jettenbach – Von einem ereignisreichen Jahr berichtete Bürgermeisterin Maria Maier rückblickend bei der Bürgerversammlung. Mit rund 60 Personen war die Mehrzweckhalle eher spärlich besetzt. Ein Teilnehmer meinte, es wäre im Falle einer Kostenbeteiligung für Straßensanierung oder dergleichen sicher anders. „Immer, wenn es den Leuten an den Geldbeutel geht, sind sie da“, war der Tenor.

Bürgermeisterin zeigt
ausgeglichenen Haushalt

Einen ausgeglichenen Haushalt konnte Bürgermeisterin Maria Maier aufzeigen. Mit einer Mehrung auf 3,166 Millionen Euro bei den Rücklagen und einer Minderung des Schuldenstandes zum Ende des Jahres 2024 auf nunmehr 84500 Euro war das eine positive Nachricht. Die dicksten Brocken auf der Einnahmenseite bilden seit Jahren der Anteil aus der Einkommensteuer der Gemeindebürger und die staatlichen Schlüsselzuweisungen. Für den Zeitraum waren das rund 812000 Euro. Ein nennenswerter Betrag in Höhe von 503500 Euro für Grundstücksverkäufe steht zudem auf der Einnahmenseite. Sanierungsarbeiten der Gemeindestraßen, die Ausstattung des örtlichen Bauhofs und das Dauerthema Bahnüberquerung reißen hingegen Löcher in den Haushalt. Gerundet 150000 Euro sind Ausgaben, die hierfür ausgegeben werden mussten. Das Thema Bahnbrücke ist für die kommende Zeit auf der Agenda. Trotz der staatlichen Fördermöglichkeiten dürfte aber der Brückenbau zu einer erheblichen Belastung der Gemeindebürger werden.

Unumgänglich belastet im Besonderen die Kreisumlage mit 467000 Euro die Kommune sehr. Während die laufenden Einnahmen stagnieren, stieg die abzuführende Umlage von 352000 Euro im Jahr 2017 um etwa 112000 Euro. Geld, das an anderer Stelle dringend benötigt wird.

Auch die Verwaltungskosten steigen stetig. War die VG-Umlage im Jahr 2017 noch mit 96500 Euro angegeben, waren dafür im Haushalt 2024 164500 Euro zu berappen. Für die Zukunft investierte die Gemeinde in eine PV-Anlage. Von der Fertigstellung der WC-Anlage im Erdgeschoss des Gemeindehauses berichtete das Gemeindeoberhaupt. Den gesetzlichen Vorgaben zufolge wurde auch mit der Errichtung einer behindertengerechten Toilettenanlage entsprochen. Auch im Obergeschoss musste bei den Toiletten nachgebessert werden. Trennwände zum Fingerschutz der Kindergartenkinder wurden ausgetauscht und ein neuer Wickeltisch angeschafft.

„In Sachen Breitbandanschluss tut sich was“, berichtet die Bürgermeisterin. Für 21 Adressen im Neubaugebiet der Lindenstraße scheint die begehrte Glasfaser in greifbare Nähe zu rücken. Nach einer Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages verpflichtet sich der Netzbetreiber zu einer Inbetriebnahme binnen 36 Monaten. Partner wird hier die Telekom sein. Über einen Antrag des Gräflichen Hauses Toerring wurden die Bürger informiert. Der Antragsteller plant eine Batterie-Großspeicheranlage zwischen der Kläranlage an der Apolloniastraße und dem derzeitigen Wertstoffhof. Hierzu ist die beantragte Änderung des Flächennutzungsplans. Eine Zustimmung gab der Gemeinderat wie bereits berichtet.

Über die Erneuerungen am Spielplatz im Ortszentrum informierte Maria Maier ebenso wie über die Entsorgung privater Spielgeräte. „Abgenutzte und beschädigte Spielzeuge werden mitgebracht und dann einfach an Ort und Stelle belassen“, berichtet Maier. Hier sind die Bürger aufgerufen, entsprechende Beobachtungen an die Gemeinde weiterzugeben. Diese illegale Entsorgung wird zur Anzeige gebracht.

Werner Ortlieb für sein
Engagement ausgezeichnet

Besondere Beachtung hatte die Ehrung der „Einser- Schüler“ und die Auszeichnung eines verdienten Gemeindebürgers. Gewürdigt wurde Werner Ortlieb für seine 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in der Hospizarbeit. Staatsministerin Judith Gerlach überreichte ihm den „Weißen Engel“.

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