Die Feuerwehr braucht mehr Platz

von Redaktion

Gemeinderat befürwortet drei weitere Stellplätze – Auch Rathaus der VG muss aufgestockt werden

Zangberg – Im ersten Sachvortrag der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Georg Auer (WVZ) den Gemeinderat über die von der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen und dem Gemeinderat Oberbergkirchen gefassten Absichtsbeschlüsse, das Rathaus in Oberbergkirchen für die VG aufzustocken.

Da das Rathaus Oberbergkirchen gleichzeitig Sitz der Verwaltungsgemeinschaft ist, würde diese Maßnahme auch die Gemeinde Zangberg, wohl in Form einer Umlage, betreffen.

Bürokratie und Wachstum:
Erweiterung notwendig

Die Erweiterung der Räumlichkeiten ist notwendig, weil durch zusätzliche Bürokratie die Aufgaben der Verwaltung stetig mehr werden und die Gemeinden wachsen. In der anschließenden ausführlichen Diskussion wurde auch angesprochen, dass die Räumlichkeiten der Kanzlei Zangberg für die Verwaltung genutzt werden könnten. Georg Obermaier, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft, erläuterte, dass dies durchaus eine diskutierte Option sei. Eine Auslagerung einer ganzen Abteilung wäre zwar technisch möglich, ist aber nicht erwünscht und würde der Sache nicht dienlich sein. Die Information wurde ohne Beschluss zur Kenntnis genommen, da vor einer endgültigen Entscheidung noch wichtige Fragen, beispielsweise zu Statik, Brandschutz oder Abstandsflächen, zu klären sind.

Einen einstimmigen Beschluss hingegen fasste der Gemeinderat bei der Bestellung des Gemeindewahlleiters für die Kommunalwahl im März. Werner Luft übernimmt das Amt des Wahlleiters, ihm zur Seite steht als Stellvertreterin Rosa Mörwald.

Ein vor Monaten gestellter Antrag der Feuerwehr Zangberg auf Erweiterung des Feuerwehrhauses wurde nun durch einen zweiten Antrag mit konkreten Vorschlägen ergänzt. Gemeinderat Julian Schick hatte dazu eine Bildmontage vorbereitet, die die Vorstellungen der Feuerwehr anschaulich darstellte. Angedacht wird demnach ein eingeschossiger Flachdachanbau an der Südseite des bestehenden Gebäudes in Massivbauweise, wobei mit Förderungen des Freistaates Bayern in Höhe von 63600 Euro gerechnet werden kann. Bürgermeister Georg Auer erklärte dazu, dass mit dem Bauamt des Landratsamtes Mühldorf und dem Staatlichen Bauamt Rosenheim schon gesprochen wurde.

Der in der Sitzung anwesende Kommandant der Feuerwehr, Thomas Heindl, erklärte, dass beim Bau in allen Gewerken viel Eigenleistung eingeplant sei. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Feuerwehrgerätehaus auf drei Stellplätze zu erweitern und beauftragte die Verwaltung, die Planung für einen südlichen Anbau voranzutreiben.

Beim Spülen der neuen Wasserleitung nach Weilkirchen wurde ein erheblicher Druckabfall im Kloster St. Joseph festgestellt, dessen Ursache vermutlich in der vor dem Kloster liegenden Pumpstation an der Waidl-straße zu suchen ist. Um die konstante Wasserversorgung des Klosters sicherzustellen, beschloss der Gemeinderat einstimmig, die PVC-Leitung in der Waidl-straße zu verlängern und mit der Leitung zum Kloster zu verbinden. Dadurch verbessern sich nicht nur die Druckverhältnisse im Kloster, sondern es entsteht auch eine Ringleitung, die die Versorgungssicherheit für das gesamte östliche Gemeindegebiet erhöht.

Nachdem in der vorletzten Sitzung ein Antrag aus Reihen des Kindergartens auf Namensänderung des „Kindergartens Herz Jesu“ besprochen wurde, lag nun auch ein Antrag der Zangberger Kirchenverwaltung auf Beibehaltung des Namens vor. Während eine Seite den Namen als nicht mehr zeitgemäß ansieht, betont die andere Seite die Bedeutung von Tradition und christlichen Werten. Mit den bei einer Interessenbekundung im Kindergarten genannten möglichen, aber auch unmöglichen Vorschlägen konnte sich der Rat nicht anfreunden.

Christliche Werte
und Tradition

Bürgermeister Auer betonte, dass nicht der Name entscheidend sei und verwies auf die Konzeption des Kindergartens, in der die christlichen Werte und Feste explizit hervorgehoben sind. Es wurde außerdem bedacht, dass im Haus nun Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder betreut werden, weshalb Namen wie „Zwergerl“ oder Ähnliches als unpassend erachtet wurden. Mit 10:3 Stimmen beschloss der Gemeinderat letztlich, der amtlichen Bezeichnung in der Betriebserlaubnis „Haus der Kinder“ zu folgen, diese mit dem Zusatz „Herz Jesu Zangberg“ zu ergänzen und das Logo anzupassen.

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