Waldkraiburg – Im Alter von 88 Jahren starb Maria Leipfinger. Nach einem Sturz im Juli erholte sie sich nicht mehr und starb in der Reha in Pfarrkirchen.
Sie wurde am 31. Oktober 1937 als drittes von sechs Kindern auf dem Oberhuberhof in Asbach geboren. Die Eltern waren Erasmus und Barbara Holzner. Bruder Georg starb bereits nach ein paar Tagen an Blutvergiftung und Bruder Erasmus 1985 an Krebs.
Sie wuchs in den Kriegs- und Nachkriegsjahren auf und erzählte oft von dem langen Schulweg nach Pürten, von Fliegerangriffen und vom Luftschutzkeller auf dem Hof, wo die ganze Familie mit Baby, Großmutter, Knecht und Magd Schutz suchte. Bis zur Hochzeit mit Max Leipfinger aus Steinberg am 8. Februar 1966 arbeitete sie bei der Firma Konen in Waldkraiburg als Näherin. Aus der glücklichen Ehe gingen vier Töchter hervor: Rosmarie, Barbara, Christine und Regina. Ein schwerer Schicksalsschlag traf die Familie, als Max 1979 nach einem Arbeitsunfall starb. Maria bewirtschaftete den Hof mit ihren Kindern weiter, wobei alle kräftig mithelfen mussten. Zusätzlich war ein behindertes Pflegekind, der Wolfgang, oft in der Familie mit dabei. Nach und nach kamen 13 Enkelkinder dazu, welche sie alle in ihr Herz geschlossen hatte. Umso größer war der Schmerz, als eine Enkelin 2010 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Solange es ihre Gesundheit zuließ, half sie auf dem Hof, den ihre jüngste Tochter übernommen hatte und zu einem Pferdehof umgebaut hatte, fleißig mit. Viel Freude hatte sie mit ihrer Familie, mit ihrem Garten, ihren Blumen und ihren Tieren. Sie war stets ein positiver Mensch und verstand es, anderen Mut zu machen. Ihr Leitspruch war: „Mei, i hob so a interessantes Leben ghabt und immer wieder hob i Glück ghabt“. Sie hinterlässt eine große Lücke, aber auch ein Lächeln bei ihren Angehörigen.