Mühldorf – Der indische Priester Dr. John Kuttikottayil, in Mühldorf besser bekannt als Pater John, feierte sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Die Piuskirche war gut gefüllt, als der indische Priester in das Gotteshaus einzog. Es waren gekommen: Dekan Klaus Vogl und sein Stellvertreter Franz Eisenmann aus Neumarkt-St. Veit, die Pfarrer Klaus Metzl, Alois Hopf und Alfred Hable, die Diakone Manfred Scharnagl, Alfred Stadler und Dr. Marc Stegherr, die Pastoralreferentin Claudia Stadler sowie mehrere indische Mitbrüder aus dem Orden der Missionare von Franz von Sales (MSFS).
Organistin Irmtraud Schrems hatte eine Gruppe aktiver und ehemaliger Ministranten aus der Stadtkirche zusammengetrommelt, die von Konrad Eder junior auf dem E-Piano begleitet wurden. Die jungen Musiker spielten großartig auf.
Pater John freute sich sehr: „Ich begrüße alle, die heute zu meinem 40-jährigen Priesterjubiläum gekommen sind. Besonders freut es mich, dass Klaus Metzl, der Stadtpfarrer von Altötting, gekommen ist. Er ist ein alter Studienfreund von mir, wir haben beide an der LMU in München Theologie studiert. Ich kenne ihn seit 1998 – das ist also eine Freundschaft aus dem letzten Jahrhundert, ja sogar aus dem letzten Jahrtausend. Es sind auch einige Mitglieder aus meiner früheren Pfarrei Aßling gekommen. Auch Gott ist da zu diesem Fest, er ist mitten unter uns und wir begrüßen ihn.“
Es begann eine wunderschöne Messe, ein Höhepunkt war die Ministrantin Josefine Umschlag, die mit glockenklarer Stimme das „Kyrie“ sang. Stadtpfarrer Klaus Vogl meinte in seiner Predigt: „Dein Traum, lieber John, ist es, in deiner indischen Missionsstation eine Kirche zu bauen. Mögest du in ein paar Jahren in deinem Unruhestand in dieser Kirche noch lange als Priester wirken.“ Der Dekan endete mit einem Spruch des Ordensgründers Franz von Sales, den Pater John auch als Primizspruch gewählt hatte: „Möge die Welt auf dem Kopf stehen und liegt alles in Dunkelheit – Gott ist mit uns.“ Nach der Feier gab es im Pfarrsaal einen Stehempfang. Man darf Pater John wünschen, dass er für seinen Kirchenbau in Indien großzügige Spenden erhält. Persönliche Geschenke wollte der bescheidene Mann nämlich keine. hra