Neumarkt-St. Veit – Die Moritat um den Pfarrgockel ist so skurril, dass ein Richter es richten muss. Zumindest auf der Bühne. In die „gute, alte und liebe“ Zeit entführt die Theatergruppe des Trachtenvereins Taubenbergler Stamm aus Neumarkt-St. Veit die Zuschauer im November im Gasthof Zens in Hofthambach.
Unter der Regie von Spielleiterin Maria Haupt werden drei Episoden aus der Zeit des Prinzregenten Luitpold auf die Bühne gebracht: Besonders skurril ist die Moritat um den „Pfarrgockel“. Die Pfarrersköchin Ursula Attenberger wird der Tierquälerei beschuldigt. Sie habe das Federvieh auf grausame Art getötet, so die Anklageschrift. Ursula behauptet hingegen, dass ihr „das Vieh mit Fleiß in die Sense gelaufen ist.“ Ein schwieriger Fall für den Amtsgerichtsrat, gespielt von Hans Senftl. Im Laufe der Zeugenbefragung stellt sich heraus, dass der Nachbarsgockel der Pfarrhaushälterin deshalb missfallen hat, weil sich dieser zu sehr und zu häufig mit ihren Hühnern „vergnügt“ hat. Der Urteilsspruch des Gerichts ist außergewöhnlich. Auch ein Bierkrawall ist Gegenstand einer kuriosen Verhandlung. Mit einem penetranten Marksteinrucker hat sich das Gericht zu beschäftigen, wobei das Gericht auch Wert auf das eigene Ansehen und die Meinung von „Honorationen“ legt. Die menschlichen Verfehlungen und spitzbübischen Vergehen werden die Lachmuskeln der Zuschauer strapazieren und für einen vergnüglichen Abend sorgen.
Die engagierte Theatergruppe ist bereits eifrig am Proben, die Premiere findet am Samstag, 15. November, um 15 Uhr und noch einmal um 20 Uhr statt. Weitere Aufführungstermine sind am Sonntag, 16. November, am Samstag, 22. November, und am Sonntag, 23. November, jeweils um 20 Uhr, im Gasthof Zens in Hofthambach.
Karten können ausschließlich an der Abendkasse ab einer Stunde vor Beginn erworben werden. Es ist freie Tischwahl ohne Reservierungen. Das Gasthaus Zens bietet Küche vor den Auftritten. nz