Viel Lob und wenig Kritik

von Redaktion

Bürgerversammlung mit Ehrungen, Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters und Bürgerfragen

Engelsberg – Bürgerversammlung in Engelsberg bedeutet in der Regel viel Lob für Bürgermeister und Verwaltung und Gemeinderat und wenig Kritik. So war es auch heuer wieder. Rund 120 Gemeindebürger waren zur Bürgerversammlung in den Wirtssaal gekommen. Bei den Bürgerfragen wollte Bernhard Gründl wissen, ob es Lagermöglichkeiten oder einen Fahnenschrank für die Vereine gebe. Bürgermeister Lackner sagte zu, dass man hier eine Lösung finden werde.

Windräder im Eiglwald
sind gerade kein Thema

Günther Abel bedankte sich im Namen des TuS Engelsberg für die Unterstützung beim Bau des Begegnungsparks und die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Das Funktionsgebäude ist für alle Vereine, darauf wies er ausdrücklich hin. Alois Ober sagte, dass die Straßen im Eiglwald in furchtbarem Zustand seien, und fragte, ob sich die Gemeinde nicht darum kümmern könne. Martin Lackner sagte Nein, für die Gemeindeverbindungsstraße sei man zuständig, für die in Privatbesitz befindlichen Feld- und Waldwege nicht.

Richard Kübelsbeck sagte, dass auf den Zufahrtsstraßen immer wieder Kies eingestreut werde, der aber nicht lange vorhalten würde. Er fragte, ob es nicht sinnvoll sei, Rasengittersteine zu setzen. Dann fragte er noch nach der Situation der Windräder im Eiglwald, ob das Thema eingeschlafen sei. Zu den Zufahrtsstraßen sagte Lackner, da werde man mal schauen, was möglich sei, und zum Thema Windräder im Eiglwald sagte der Rathauschef, dass das Thema wirklich eingeschlafen sei, wobei das Gebiet weiterhin als Windvorranggebiet eingestuft sei.

Feuerwehrkommandant Andreas Dunstmair hofft auf Unterstützung beim Feuerwehrfest 2026. Er stellte kurz die Planungen vor. Den Bericht zur Fernwärme Engelsberg GmbH verlas Geschäftsführer Christian Blickberndt. Er zeigte Bilder von Investitionen. Die Wärme war im Jahr 2024 zu 68 Prozent aus Holzhackschnitzel, 21 Prozent aus Öl und elf Prozent aus Biogas erzeugt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ergab in 2024 einen Gewinn von 71457 Euro, was sehr erfreulich ist, so Blickberndt.

Abschließend stellte er die kommunale Wärmeplanung vor mit Beteiligung, Umsetzung, Monitoring und Fortentwicklung.

Bürgermeister Martin Lackner kam zur Statistik: Engelsberg hat derzeit 2740 Einwohner, 19 mehr als im Vorjahr. Das Durchschnittsalter der Gemeinde beträgt knapp 44 Jahre. 169 Zuzüge und 166 Wegzüge waren zu verzeichnen und 27 Kirchenaustritte (Vorjahr 19).

Zur Schule sagte Lackner, dass derzeit 99 Schüler in vier Klassen die Grundschule besuchen, 17 Schüler die Mittelschule in Tacherting und 22 Schüler die Mittelschule in Trostberg. Es gibt Hausaufgaben- und Mittagsbetreuung sowie Mittagessen.

In der Kindertagesstätte St. Andreas gibt es vier Kindergartengruppen mit 100 Kindern und zwei Krippengruppen mit 20 Kindern. Der Kindergartenbesuch ist nach wie vor gebührenfrei. Außerdem gibt es ein Angebot einer Eltern-Kind-Gruppe und einer Spielegruppe und den rührigen Förderverein, der finanziell unterstützt. Die Gemeindebücherei entwickelt sich sehr positiv, 4073 Medien zur Ausleihe stehen zur Verfügung, die Zahl der ausgeliehenen Medien liegt bei 8110. Das Bücherei-Team hat 362 Stunden ehrenamtlich geleistet. Kämmerer Alexander Fuchs stellte die Finanzen der Gemeinde vor, er fasste sich kurz, berichtete über die positive Entwicklung der Einnahmen, insbesondere der Gewerbesteuer, und zeigte anhand von Diagrammen die Entwicklung der Gewerbe- und Einkommensteuer, der Kreisumlage und der Personalkosten.

Er stellte die Investitionen 2025 vor und berichtete von einem Schuldenstand von 2129520 Euro zum Jahresende 2025. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird dann 882,52 Euro betragen. Damit kam der Bürgermeister zu den Ehrungen. Stellvertretend für alle ehrenamtlich Engagierten für die Gemeinde und Dorfgemeinschaft wurde Ursula Abel geehrt. Sie war viele Jahre in der Katholischen Frauengemeinschaft tätig. Für 30-jährigen aktiven Dienst bei der Feuerwehr Engelsberg wurden Bernhard Gründl, Andreas Huber, Hubert Reiter und Josef Reiter geehrt.

Erfolgreiche Schüler und
Sportler ausgezeichnet

Damit kam Lackner zu den „Einser-Schülern“. Lena Eisenreich schloss ihre Mittlere Reife mit 1,58 ab, Marjam Kiermaier ihre Lehre zur Kauffrau für Büromanagement mit 1,0, Alexandra Ober ihre Weiterbildung zur staatlich geprüften Hauswirtschafterin mit 1,72, Anna Schönhuber ihre Ausbildung zur Erzieherin mit 1,34 und Kilian Antersberger seinen Mittelschulabschluss mit 1,8.

Für besondere sportliche Leistungen ehrte Lackner den Kunstturner Oskar Hell, die Stockschützin Marina Dunstmair, das Eisstock-Mannschaftsteam mit Marina Dunstmair, Bettina Gründl, Therese Karl, Andreas Zahner und Rebecca Jüngel sowie die Karateka Ronja und Rita Siebert.

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