3,7 Millionen Euro: Ausnahmehaushalt für VG

von Redaktion

Wegen Aufstockung des Rathauses muss Kredit in Höhe von 1,55 Millionen Euro aufgenommen werden

Der Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen fällt im kommenden Jahr aus dem Rahmen. Klinger

Oberbergkirchen – Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Oberbergkirchen hat nächstes Jahr mit 3,7 Millionen Euro einen Ausnahmehaushalt zu stemmen. Das ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Gemeinschaftsrates der VG. Grund ist die bevorstehende Aufstockung des Rathauses in Oberbergkirchen. Um das zu finanzieren, muss Kämmerer Georg Obermaier im kommenden Jahr bei der KfW-Bank einen Kredit von 1,55 Millionen Euro aufnehmen.

„Der Kredit muss vor Baubeginn der Baumaßnahmen aufgenommen werden“, erklärt Obermaier den OVB- Heimatzeitungen, so seien die Bedingungen. Daher schlägt das schon im kommenden Jahr zu Buche, obwohl die Planungen jetzt erst anlaufen. Deshalb steigt das Gesamtvolumen des Haushaltes für die VG, zu der die Gemeinden Oberbergkirchen, Schönberg, Zangberg und Lohkirchen gehören, von heuer 2,06 Millionen Euro 2026 im kommenden Jahr auf 3,68 Millionen Euro. In den folgenden Jahren pendelt es dann wieder zwischen 2,2 Millionen Euro und 2,38 Millionen Euro. Aufgrund des einmaligen Sondereffektes meint Kämmerer Obermaier zum Haushalt 2026: „Grundsätzlich fällt er nicht aus dem Rahmen.“

Kämmerer Obermaier hatte dem VG-Rat in der jüngsten Sitzung den Haushaltsentwurf vorgestellt und erläutert. Der Verwaltungshaushalt hat im kommenden Jahr ein Volumen von 1,96 Millionen Euro; der Vermögenshaushalt erreicht 1,72 Millionen Euro. Für die Investitionen sind im kommenden Jahr Kredite von 1,55 Millionen Euro vorgesehen. Zur Finanzierung setzte Obermaier für die Ausgaben im Verwaltungshaushalt 2026 eine Verwaltungsumlage von 1,78 Millionen Euro an. Die wird durch die Gemeinden der VG entsprechend ihrer Einwohnerzahl gezahlt. Zum 30. Juni dieses Jahres lebten 4898 Menschen in der VG, sodass im kommenden Jahr je Einwohner 240 Euro als VG-Umlage zu entrichten sind. „Das ist weniger als bisher“, sagt Obermaier. Aktuell liegt die VG-Umlage bei 243 Euro je Einwohner.

Die Investitionsumlage beläuft sich kommendes Jahr auf 12500 Euro, da der KfW-Kredit im ersten Jahr tilgungsfrei ist und wohl auch erst unterm Jahr bewilligt und damit wirksam wird. Daher liegt die Investitionsumlage für die Mitglieder 2026 bei 2,55 Euro je Einwohner. Danach wird sie deutlich steigen: 2027 auf 47,22 Euro und 2028 auf 85,05 Euro, erläutert Obermaier. Im Schlussjahr des KfW-Kredites (2031) sinkt die Investitionsumlage wieder auf 40,05 Euro. „Das ist rein für Investitionen“, betont Obermaier. Insgesamt seien diese Beträge für die Gemeinden erträglich.

Während 2026 für die VG finanziell ein Ausnahmejahr darstellt, sieht die Vorausschau in den folgenden Jahren eine Rückkehr zur Normalität vor. Der VG-Haushalt soll dann wieder ein Volumen von 2,2 bis 2,4 Millionen Euro haben; 2025 liegt es bei 2,1 Millionen Euro. Auch die Investitionen bewegen sich in den Jahren 2027 bis 2029 im Bereich von 36000 Euro bis 56000 Euro, während sie heuer bei 161000 Euro lagen.

Bei der Grundschule müssen die VG-Mitglieder im kommenden Jahr insgesamt 113850 Euro an Verwaltungsausgaben auffangen; aber keine Investitionen. Derzeit besuchen 253 Kinder aus den Gemeinden die Grundschule, sodass die Umlage je Schüler 2026 bei 450 Euro liegt.

Um alle laufenden Ausgaben aus dem Haushalt finanzieren zu können, haben die VG-Mitglieder den Höchstbetrag der Kassenkredite auf 100000 Euro festgesetzt. Die Mitglieder des VG-Rates haben den Haushaltsplan 2026 sowie das Investitionsprogramm und den Finanzplan bis 2029 in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Die Haushaltssatzung tritt am 1. Januar 2026 in Kraft.

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