Mühldorf – Mit zwei Neuen in der Vorstandschaft geht der Kreisjugendring in das neue Jahr. Bei der Vollversammlung des KJR Mühldorf in der Waldkraiburger Schenkerhalle stand eine Nachwahl auf dem Programm. In das Gremium der neun Vorstandsmitglieder können zwei weitere hineingewählt werden. Auf Anhieb meldeten sich Renee Keil, vor zehn Jahren zweiter KJR-Vorsitzender, und Elias Hentschel von der Feuerwehr Mößling. Als weitere Kandidatin wurde Kristina Pauli, Vorsitzende der UWG Waldkraiburg, von der KJR-Vorsitzenden Marion Rasovic vorgeschlagen. Nach einer kurzen Vorstellung gab schließlich das Wahlgremium mit Waldkraiburgs Bürgermeister Robert Pötzsch, Ilse Preisinger Sontag und Stefan Zimmermann, dem Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, bekannt: Elias Hentschel und Kristina Pauli gehören nun zum Vorstandsteam.
In einem Grußwort würdigte stellvertretender Landrat Richard Fischer, „dass die Kinderstadt ein wahres Highlight“ gewesen sei. Dem konnte Ilse Preisinger-Sontag, Stellvertreterin von Landrat Max Heimerl, nur zustimmen. Es sei enorm, welche großartige ehrenamtliche Arbeit hier geleistet werde.
Geschäftsführerin Claudia Hausberger blickte auf das vergangene Jahr zurück: Angefangen bei der Muetopia, dem Planungsteam der Kinderstadt, über Inklusions-Ferienangebote, den Arbeitskreis Politik, einem Escape-Room, dem Spiel Quararo, das die Meinungsbildung fördert, bis zur Aktion „Mut statt Wut“, das an drei Schulen erprobt wurde, konnte man mit Fördergeldern von Erasmus plus arbeiten. Zudem sei es möglich gewesen, die Stadt Den Haag zu besuchen. 15 Jugendliche betreuten 146 Kinder in der viel gelobten Kinderstadt, indem man an den Spielorten auch Vereine, ja sogar Bürgermeister mit einbezog. 8000 Euro habe man für das Fahrradkino erbettelt, bei dem vier Räder in Bewegung gesetzt werden müssen, wenn man den Film zum Laufen bringen will. Das JUKO-Mobil fuhr durch den Landkreis, beispielsweise nach Waldkraiburg und Mettenheim. Auch konnte durch die Kooperation mit „Youth Bridge“, die Brücken in Europa baut, in Waldwinkel über soziale Medien aufgeklärt werden.
Diese Vielfalt an Angeboten kostet Geld. So konnte für 2025 der ausgeglichene Haushalt von 432404 Euro von den Prüfern Georg Waldinger und Harald Steinbach bestätigt werden. Für 2026 ist der Betrag von 388140 Euro vorgesehen. Ein gutes Beispiel zeigt der Landkreis, der die Kosten der 20 Kursstunden mit straffällig gewordenen Jugendlichen übernimmt. Andere Aktionen können erst wieder stattfinden, wenn Fördergelder fließen, so zum Beispiel die jährliche Augsburg-Fahrt. Im Ausblick auf das kommende Jahr konnte Claudia Hausberger einen Austausch mit den Schülersprechern sowie eine Juleica-Schulung als pädagogische Ausbildung in Verbänden und Freizeiten nennen. Für vier Tage mit 150 Kindern wird die Kinderstadt in Buchbach sein, auch soll es Aktionen zur demokratischen Kommunalwahl geben, unterstützt von Jugendverbänden und Jugendparlamenten. Genauso sind auch wieder Hygieneschulungen im Gesundheitsamt Mühldorf vorgesehen. Doch all dies verschlingt gewaltige Summen. So ist man nach wie vor auf Spenden und Fördermittel angewiesen, beispielsweise auch für einen neuen Bus, denn die alten Fahrzeuge sind nach Tausenden von Kilometern schon in die Jahre gekommen.