Fehlplanung bei der Pürtener Kreuzung?

von Redaktion

Warum eine Fußgängerüberquerung wieder geschlossen ist – Lösung erst nach der Winterpause

Waldkraiburg – Kaum freigegeben, schon wieder gesperrt: Eine Querungshilfe an der Pürtener Kreuzung sorgt für Verwirrung bei Fußgängern und Radfahrern.

Die neue Eisenbahnbrücke ist an Ort und Stelle, die Baustelle im südlichen Bereich so gut wie fertig, damit sind beim Umbau der Pürtener Kreuzung deutliche Fortschritte zu sehen. Doch an einer Stelle hakt es gerade noch – und das betrifft vor allem Fußgänger und Radfahrer.

Bei den Planungen zum Umbau der Pürtener Kreuzung spielt auch die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer eine zentrale Rolle. Vom Föhrenwinkel aus lässt sich die Staatsstraße über eine Bedarfsampel bequem queren, rund um die Kreuzung sowie unter der Brücke führen neue Geh- und Radwege. Außerdem verbindet künftig ein serpentinenförmiger Weg den Geh- und Radweg an der Staatsstraße 2091 mit der Bahnhofstraße. Eine Querungshilfe am Ortseingang von Pürten ermöglicht vor allem Kindern aus Pürten und Niederndorf einen sicheren Schulweg.

Kaum Platz zum
Warten am Übergang

Egal, ob vom Föhrenwinkel oder von Pürten kommend – die Wege in Richtung Stadtmitte sind fertiggestellt und befahrbar. Dennoch müssen Fußgänger und Radfahrer aktuell mit einer Einschränkung leben: Die Querungshilfe an der Kraiburger Straße am Waldkraiburger Ortseingang ist nur kurze Zeit nach Freigabe der Pürtener Kreuzung im südlichen Bereich wieder gesperrt worden.

Warnbalken und ein großer Betonklotz machen auf beiden Seiten deutlich: Hier geht es vorerst nicht weiter. Dafür gibt es jedoch einen triftigen Grund, den vor allem Fußgänger und Radfahrer aus dem Süden kommend bemerkt haben. Wer hier die Staatsstraße überqueren sollte, dem stand nur eine sehr schmale „Aufstellfläche“ zur Verfügung – kaum Platz zum Warten, wenn sich gerade keine sichere Lücke im Verkehr bot. Auch ein Leser hatte sich diesbezüglich an die OVB- Heimatzeitungen gewandt.

War das eine Fehlplanung? Das Staatliche Bauamt Rosenheim klärt auf Nachfrage auf: „Geplant war an dieser Stelle eine zusätzliche Querungsmöglichkeit“, teilt Pressesprecherin Ursula Lampe mit.

Doch wegen der steilen Anfahrt aus südlicher Richtung fuhren viele Radfahrer die kurze Steigung mit hohem Tempo hinauf. Da keine ausreichende Aufstellfläche vorhanden war, fehlte die Möglichkeit, bei Bedarf sicher stehen zu bleiben, falls die Straße nicht direkt überquert werden konnte. „Deshalb wurde diese Querungsmöglichkeit vorerst gesperrt.“

Ein zusätzliches Sicherheitsplus bleibt damit vorerst aus – aber nicht dauerhaft. Das Staatliche Bauamt Rosenheim reagiert und will die Stelle baulich nachbessern. „Anstelle der bisherigen Auffahrt werden Treppenstufen mit einer integrierten Fahrradrampe errichtet“, erklärt Ursula Lampe. Nicht die einzige Veränderung: „Zugleich wird die Aufstellfläche am Fahrbahnrand so ausgestaltet, dass genügend Platz ist, um gegebenenfalls eine Lücke im Verkehr abzuwarten und die Straße zu queren.“

Bis dahin ist Geduld gefragt: Erst nach der Winterpause soll der Anschluss an die Querungshilfe nachgebessert werden. Eine gefährliche Straßenüberquerung müssen Fußgänger und Radfahrer aber deshalb nicht in Kauf nehmen: Wer aus Richtung Süden kommt, bleibt auf dem Geh- und Radweg in Richtung Ampfing und quert unter der Brücke die Staatsstraße, bevor der Weg auf die gegenüberliegende Seite der Kraiburger Straße führt. Eine Option, die auch für Fußgänger und Radfahrer vom Föhrenwinkel gilt.

Querungshilfe erst
nach der Winterpause

Wer später sein Fahrrad nicht über die Rampe hochschieben will, kann ebenfalls eine Alternative nutzen: „Diese Route bleibt auch bestehen, wenn die zusätzliche Querungsmöglichkeit an der Kraiburger Straße nach der Winterpause baulich fertiggestellt wurde“, betont das Staatliche Bauamt Rosenheim.

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