Lustiges und Besinnliches

von Redaktion

Begeisternde „Alltagsmomente“ im Awo-Seniorenzentrum präsentiert

Waldkraiburg – Dicht drängten sich die Heimbewohner, teils mit Rollator, Verwandte und Besucher im ersten Stock des Awo-Gebäudes, denn um 14 Uhr konnte Heimleiterin Stephanie Dubnitzky zusammen mit Stefan Wilhelm von der Awo Sozialtherapeutischen Einrichtung (STE) alle Gäste zu einer besonderen Vernissage begrüßen. Unter dem Titel „Alltagsmomente“ hatten zehn Heimbewohner im vergangenen Jahr Gemälde angefertigt, die alle einen besonderen Bezug zum Awo-Seniorenzentrum haben.

Verantwortlich für diese sehenswerte Schau ist Sabrina Bostan, seit 23 Jahren mit Begeisterung im Haus beschäftigt. So war es auch kein Wunder, dass sie vor rund einem Jahr die Idee hatte, in Zusammenarbeit mit Hadar Jansen, Sozialtherapeutin vom STE, Bilder mit den Heimbewohnern zu malen. Lustige, aber auch besinnliche Alltagsmomente sollten eingefangen werden, bei denen das Miteinander und Zuhause im Awo-Heim im Mittelpunkt stehen sollten. Und es entstand so über zwölf Monate eine geschäftige Teamarbeit, an der sich neun Männer und eine Frau beteiligten. „Wir wollten ja unser Haus mit seiner großen Familie noch schöner machen“, hörte man von ihnen. Das Grundzeichenkonzept wurde aufgeschrieben und auf alten Bildern, zum Teil mit düsteren, deprimierenden Landschaften, trug man eine Grundierung auf. Dann begann das Entwerfen von Szenen mit Themen, welche vielfach täglich stattfindende Aktivitäten im Awo-Heim einfingen, beispielsweise bei den „Drei Damen“, den „Halben Möhren“ oder den „Flotten Oldies“.

Stefan Jacob, der seit rund sieben Jahren im Haus lebt, schilderte voller Begeisterung, wie er sich zum Malen seines Bildes „Fantastische Oma“ Anregungen aus Büchern geholt hatte. „Geholfen hat mir bei der Arbeit Frau Jansen.“ Sie hatte auch Sabine Reining, einzige Frau unter neun Männern, bei ihrer Arbeit „Gymnastik-Hippies“ unterstützt. „Ich selber habe früher in Waldkraiburg Fußball gespielt und neben Tischtennis kann man bei uns auch Gymnastik treiben“, meinte sie voller Überzeugung.

Und für alle Künstler, Bewohner und Besucher gab es anschließend als Belohnung ein üppiges Buffet, liebevoll von der Küche des Hauses arrangiert. fis

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