Waldkraiburg – Die CSU Waldkraiburg will nicht nur den Bürgermeister ab 2026 stellen, sondern auch die Fraktion personell vergrößern. Nun hat sie die Liste der Frauen und Männer, die für die Wahl zum Stadtrat antreten, nach einer entsprechenden Wahlveranstaltung im Haus der Vereine vorgestellt. 30 Listenplätze sind besetzt, an der Spitze steht Bürgermeisterkandidat Emil Kirchmeier.
Die Wahl der Kandidaten brachte durchwegs einstimmige Ergebnisse. Ziel der CSU Waldkraiburg ist es nicht nur, den Bürgermeistersessel mit Emil Kirchmeier zu besetzen, sondern auch, die Zahl der Mitglieder der CSU-Fraktion zu erhöhen.
„Gut und gerne in Waldkraiburg leben“, so fasste CSU-Vorsitzende Susanne König das Programm der CSU Waldkraiburg zusammen. Zehn Männer und zehn Frauen – „und das ganz ohne Quote“ – mit diesen Worten zeigte Susanne König ihre Zufriedenheit mit der Listenaufstellung.
Sie habe noch mehr Gründe für Optimismus: „Unsere Liste ist ein Querschnitt durch die Gesellschaft, die verschiedenen Generationen sind ebenso abgebildet, wie unterschiedliche Berufsfelder – einig sind wir uns aber alle, dass wir einen gemeinsamen, starken Wahlkampf führen wollen“, so die Ortsvorsitzende.
Und der Satz „Waldkraiburg kann mehr“ war von den Kandidatinnen und Kandidaten immer wieder zu hören im Verlauf der Aufstellungsversammlung – und er konnte als Seitenhieb auf den amtierenden Bürgermeister verstanden werden: Mit der Leistung von Robert Pötzsch schien im Rahmen der Wahlveranstaltung niemand zufrieden zu sein, auch wenn der Name des Stadtoberhaupts nicht einmal genannt wurde.
Ein Führungswechsel müsse her, plädierte Stefanie Pollmann, Harald Jungbauer als „Urgestein“ der Kommunalpolitik sprach von „zehn Jahren Stillstand“, die Waldkraiburg schwer geschadet hätten. Der jüngste Kandidat auf der Liste ist ein Gymnasiast: Constantin Hampel stellte sich vor und plädierte dafür, die Jugend besser einzubinden. „Persönlich will ich mich für den Sport einsetzen.“
Bürgermeisterkandidat Emil Kirchmeier berichtete in seinem kurzen Vortrag über die Zeit des Wahlkampfs, wie er sie bisher erlebt hat: Auf die große und positive Resonanz der Bürgerinnen und Bürger sei er schon etwas stolz, das gelte auch für die 25.000 Aufrufe, die seine Beiträge in sozialen Netzwerken monatlich erreichen.
Wichtigstes Ziel des Wahlkampfs sei für ihn, die Wählerinnen und Wähler an die Urnen zu bringen, wo sie dann „im besten Fall“ ihre Stimme den CSU-Kandidaten geben sollen.
Traurige Tatsache sei leider, so der Spitzenkandidat, dass bei der letzten Kommunalwahl die Wahlbeteiligung in Waldkraiburg lediglich bei 42 Prozent gelegen habe. „Das muss sich ändern, denn das Nichtwählen stärkt Parteien, die nicht für unser Werteverständnis stehen.“ Die Liste seiner wahrgenommenen Termine sorgte für Eindruck in den eigenen Reihen: „Und wenn ein Mitbewerber um das Amt des Bürgermeisters von meiner ständigen Präsenz genervt ist, dann mache ich offensichtlich bisher nicht so viel falsch.“
Viel Lob für das Kandidatenteam gab es von Landrat Max Heimerl: „Ihr seid das richtige Team, um Waldkraiburg wieder auf einen guten, richtigen und wichtigen Weg zu führen“, so der Landrat. Und dies sei nicht nur für die Stadt wichtig, sondern für die gesamte Region: „Wenn sich der Landkreis gut entwickeln soll, dann braucht es eine positive Entwicklung der Stadt Waldkraiburg als Wirtschafts-, Schul- und Lebensstadt.“ Den Kandidatinnen und Kandidaten wünschte er einen erfolgreichen Wahlkampf, er werde gerne unterstützen, wenn er gefragt werde, unterstrich Max Heimerl.
Die Wahlen zur Reihung der Kandidaten wurden vom stellvertretenden CSU-Kreisvorsitzenden Alex Eisner geleitet. Er erklärte, warum manche Kandidaten auf zwei Plätzen antreten: Dieses „Aufdoppeln“ diene nicht nur dazu, die 30 Plätze der Liste zu füllen, sondern biete auch die Möglichkeit, dass die gesamte Liste vom Bekanntheitsgrad dieser Kandidaten profitiert. Und so sieht die Liste der Waldkraiburger CSU für die Stadtratswahlen am 8. März 2026 aus: Platz 1 und 2: Emil Kirchmeier, Platz 3 und 4: Susanne König, Platz 5 und 6: Karl-Heinz Stocker, Platz 7 und 8: Christine Graupner, Platz 9 und 10: Manuel Gildi, Platz 11 und 12: Harald Jungbauer, Platz 13 und 14: Wolfgang Hintereder, Platz 15 und 16: Norbert Fischer, Platz 17 und 18: Charlotte Konrad, Platz 19 und 20: Stefanie Pollmann, Platz 21: Constantin Hampel, Platz 22: Monika Bönisch, Platz 23: Martin Dorfner, Platz 24: Icen Zeliha, Platz 25: Thomas Lang, Platz 26: Birgit Leipold, Platz 27: Mona Pintili, Platz 28: Eva Stocker, Platz 29: Conny Reichtalhammer, Platz 30: Stefan König. Ersatzkandidat ist Heinz Fray.