Neumarkt-St. Veit – „Wir müssen froh sein, dass investiert wird“, betonte Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) in der Bau- und Umweltausschusssitzung. Gleich drei Anträge lagen den Mitgliedern zur Beratung vor. Ein zentrales Thema war die geplante Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses am Stadtplatz. Der Antrag sieht eine Neuaufteilung von drei auf fünf Wohneinheiten, eine leichte Anhebung des Dachstuhls um rund 37 Zentimeter sowie die Sanierung des bestehenden Ladengeschäfts vor.
CSU-Stadtrat Peter Gruber zeigte sich erfreut über die Entwicklung am Stadtplatz, äußerte jedoch auch kritische Nachfragen: „Es ist schön, dass es weitergeht, aber es wurde bereits begonnen. Hätte man uns da nicht vorher informieren oder einen Antrag stellen müssen?“ Bürgermeister Baumgartner klärte auf: „Es handelte sich um Renovierungsarbeiten im Inneren. Solange keine äußeren Veränderungen oder Nutzungsänderungen erfolgen, ist kein Bauantrag erforderlich.“
Auch außerhalb des Stadtzentrums wird gebaut: Im Bereich Burgerfeld soll ein Neubau mit Garage entstehen. Hier wies Bürgermeister Baumgartner auf eine Besonderheit hin: Das Grundstück unterliegt keiner baulichen Festsetzung, ein Umstand, der vermutlich aus den 1960er Jahren stammt. „Deshalb muss jeder Bauantrag einzeln geprüft werden, wie nach aktuellen Kriterien wie Stellplatzsatzung, Löschwasserversorgung, Einfügung ins Ortsbild und Zustimmung der Nachbarn“, so Baumgartner.
Das dritte Bauvorhaben betraf den Neubau einer Ortbetongüllegrube mit Decke in Thambach. Auch hier gab es keine Einwände seitens der Ausschussmitglieder. Die landwirtschaftliche Nutzung wurde als sinnvoll und unproblematisch eingestuft. Alle drei Anträge, die Sanierung am Stadtplatz, der Neubau im Burgerfeld und die Güllegrube in Thambach, erhielten die einstimmige Zustimmung des Bau- und Umweltausschusses.