Das Lernziel Wald wurde im Unterricht der drei dritten Klassen der Neumarkt-St. Veiter Grundschule anschaulich behandelt, und sein Wert als Schutz- und Erholungsraum für Tier und Mensch sowie seine Bedeutung fürs Klima und als Holzlieferant wurden erkannt. Nun stand die praktische Waldbegehung an. Benjamin Scharnagl, der Leiter des zuständigen Forstreviers, bot der Schule an, gleichzeitig im Stadtwald beim Wasserwerk auch noch die Bedeutung des Waldes für das Trinkwasser zu erklären. Gleichzeitig mit der Waldbegehung war eine Baumpflanzaktion im Rahmen des landkreisweiten Baumpflanztages der Öko-Modellregion Mühldorf vorgesehen. Die Klassen 3a mit Lehrerin Maria Thoma, 3b mit Andrea Winterfeld und Klasse 3c mit Katharina Dentl gingen mit den Förstern Benjamin Scharnagl, Michael Sigl und Frederik Jürgens nacheinander den Wald erkunden, das Wasserwerk besichtigen, und jeder Schüler pflanzte eine Weißtanne. Jede Klasse setzte dann noch eine Roteiche als ihren Klassenbaum in den Wald. Die Tannen sind eine Spende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die Roteichen wurden von der Stadt Neumarkt-St. Veit bezahlt. Neumarkts Wasserwart Tom Voglsamer erklärte den Klassen, dass das Neumarkter Wasser aus 130 Metern tiefen Brunnen in einen Hochbehälter gepumpt wird, von wo aus es durch Rohre in die Häuser gelangt. „Es ist sauberes Trinkwasser und enthält gute Nährstoffe“, sagte er stolz, und Bürgermeister Erwin Baumgartner bestätigte das. Interessiert begutachteten die Kleinen die dicken Rohre, lauten Maschinen und technischen Geräte. Über das Klima im Wald, über seine Schutz- und Erholungsfunktionen und über die Reinigungskraft des Waldbodens im Kreislauf des Wassers erzählten die Forstbeamten und zeigten anschaulich alles direkt in der Natur. Foto / Text jaensch