Oberneukirchen – Eröffnet wurde die Bürgerversammlung mit der Ehrung junger Oberneukirchner für hervorragende schulische und sportliche Leistungen (wir berichteten). Anschließend blickte Bürgermeisterin Anna Meier auf das vergangene Jahr zurück.
Stand zum 31. Dezember 2024 liegt die Einwohnerzahl bei 852. Die 14 Geburten (acht Jungen und vier Mädchen) übersteigen deutlich die vier Sterbefälle. Die Eheschließungen entsprechen der Größenordnung der Sterbefälle, sodass sich der Anteil der jungen Familien gegenüber den verlorenen Einwohnern die Waage hält. Insgesamt bleibt die Altersstruktur eher breit gestreut, mit leichtem Wachstumspotenzial für jüngere Altersgruppen, falls die Geburten langfristig hoch bleiben.
Um lokale Angelegenheiten zu beraten und Entscheidungen zu treffen, wurden acht Gemeinderatssitzungen abgehalten. Ihre Schulzeit begannen zehn neue Schüler und neun engagierte Bürger unterstützen täglich den sicheren Weg der Kinder zur Schule. Beim Ferienprogramm wurden sieben Veranstaltungen angeboten, um Kindern abwechslungsreiche Aktivitäten während der Schulferien zu ermöglichen.
Anna Meier konnte einen ausgeglichenen Haushalt aufzeigen. Die Pro-Kopf-Verschuldung beläuft sich auf 0 Euro, während die Rücklagen 3,2 Millionen Euro betragen. Die größten Ausgabeposten sind und bleiben die Kreisumlage mit etwas über 750.000 Euro, die Ausgaben für den Kindergarten (ohne Personalkosten) betragen fast 610.000 Euro und die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft beläuft sich auf 267.111 Euro.
Bei den Einnahmen sind die Gewerbesteuer mit über einer Million Euro sowie der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit fast 650.000 Euro die größten Einkünfte für die Gemeinde. Zur Verwirklichung des Projekts „Handwerkerdorf“ gibt es aktuell wenig positive Nachrichten. Im Moment besteht auch wenig Zeit für weitere Maßnahmen zur Umsetzung, aber es bleibt weiterhin ein erklärtes Ziel der Gemeinde für eine künftige Entwicklung.
Es gibt keine Neuerungen zum Thema Kläranlage. Das Umweltgutachten ist abgeschlossen und das wasserrechtliche Gutachten liegt beim Landratsamt vor. Vor Baubeginn wird noch ein Schreiben zur Ermittlung der Flächen erwartet. Matthias Mayerhofer fragte nach: „Wann müssen wir das Geld für die Kläranlage bereithalten?“ Die Bürgermeisterin antwortete: „Vermutlich im Februar 2026.“
Beim Kinderhaus ist die Fertigstellung für März 2026 geplant. Der Kindergarten- und Kinderkrippenbetrieb beginnt im September 2026. Wegen der Bedarfsermittlung wird im Dezember noch eine Elternbefragung an die jungen Familien versendet.
Es wird ein Zuschuss von 1,9 Millionen Euro für die unsanierte, alte Schulhausgarage zum Heizhaus mit Pelletheizung für die Schule und das Kinderhaus erwartet. Am Palmsonntag wurde das neue Bürgerbüro im Pfarrhof nach einjährigen Umbaumaßnahmen eingeweiht. Es war eine gute Entscheidung, im Zentrum ein Bürgerbüro einzurichten. Die hellen und schönen Räume sind barrierefrei für alle Bürger erreichbar und angenehm zum Arbeiten.
Außerdem gibt es erfreuliche Aussichten auf eine Erschließung eines neuen Baugebiets.
Der zweite Brief mit der Aufrechnungserklärung der Verwaltungsgemeinschaft wegen des Abwassers (Kanal) sorgte für Verwirrung. Er sollte eigentlich identisch mit dem ersten Bescheid sein. Wenn die Beträge der Abbuchung nicht mit der Aufrechnungserklärung übereinstimmen, dann sollen die betroffenen Haushalte zur Klärung ins Bürgerbüro kommen.
Der Termin für die Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahlen ist am Mittwoch, 26. November, beim Holzmannwirt. Die Kommunalwahlen finden am 8. März 2026 statt.