Ampfing – Bei der Versammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft blickte Vorsitzender Harry Kunzmann auf das vergangene Jahr zurück. „Wir hatten uns viel vorgenommen“, so Kunzmann, „aber leider war aufgrund von Krankheit und auch wegen personeller Unterbesetzung nur sehr wenig möglich.“ Gestaltet wurde der Volkstrauertag, zudem nahm der Verein an kirchlichen und gemeindlichen Veranstaltungen teil.
Für das kommende Jahr will der Verein, der derzeit 64 Mitglieder zählt, die Gemeinschaft wieder in den Fokus rücken. Geplant ist unter anderem, sich einer anderen Kameradschaft für einen gemeinsamen Ausflug oder eine Festlichkeit anzuschließen. Auch könnte sich Vorsitzender Harry Kunzmann vorstellen, mit dem Kreisverband auf Kriegsgräberfahrt zu gehen.
Um dem Mitgliederschwund vorzubeugen, ist angedacht, sich im kommenden Jahr beim Wenzelsmarkt zu präsentieren. „Ein eigenes Fest zu organisieren und zu veranstalten, da sind wir zu wenige“, erklärte Kunzmann, „und auch das Durchschnittsalter macht uns zu schaffen.“
Ein Lob ging an Bürgermeister Josef Grundner, der stets ein offenes Ohr für den Verein habe. Im kommenden Jahr stehen Neuwahlen an. Soweit alle gesund bleiben, wird die gesamte Mannschaft wieder antreten, mit Ausnahme des Kassiers. Die Vorstandschaft wird dazu mögliche Kandidaten persönlich ansprechen.
Im Kassenbericht gab Kassier Erwin Waldinger an, dass es Einnahmen in Höhe von 670 Euro gab, die sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden zusammensetzten. Dem gegenüber standen Ausgaben in Höhe von 626 Euro, sodass ein kleines Plus von 43 Euro verbucht werden konnte. Bürgermeister Josef Grundner lobte, dass die KSK immer bei Veranstaltungen präsent ist. Die Aufbruchstimmung vom Jubiläumsjahr 2023 konnte gut mitgenommen werden, so Grundner. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die Kriegsdenkmäler im Gemeindegebiet gerichtet. „Uns ist es wichtig, dass die Kriegerdenkmäler hergerichtet sind und so als Mahner für den Frieden erhalten bleiben“, betonte Bürgermeister Josef Grundner.
Derzeit werde das Denkmal in Salmanskirchen renoviert, und auch in Stefanskirchen werde in den nächsten Jahren die Renovierung fällig werden. Bemängelt hingegen hat Grundner die magere Beteiligung an den Volkstrauertagen. Das Interesse sei massiv zurückgegangen, dabei sei es ein so wichtiger Tag, an dem „an die Väter, Großväter und Brüder gedacht werde, die für uns gekämpft haben und dabei gefallen sind“. Zur neu angedachten Wehrpflicht sieht Bürgermeister Josef Grundner möglicherweise einen Aufschwung für die Krieger- und Soldatenvereine. Auch die Zahl der Berufssoldaten und Reservisten soll hochgefahren werden. „Man muss gute Anreize für den Wehrdienst schaffen“, so das Resümee von Grundner. Im Anschluss löste die bevorstehende Wehrpflicht eine größere Diskussion über das Für und Wider aus.
Beim letzten Punkt gab Harry Kunzmann Termine aus dem Kreisverband bekannt. Vor allem die Kriegsgräberfahrten pries der Vorsitzende an. Im kommenden Jahr soll bei genügend Interesse eine Frühjahrs- und auch eine Herbstfahrt stattfinden. Gefahren wird voraussichtlich im Frühjahr vier Tage an den Gardasee. Geplant ist dort der Besuch des Soldatenfriedhofs in Costermano. Im Herbst soll es fünf Tage nach Luxemburg gehen. Für die Vorstellung der beiden Fahrten gibt es am Sonntag, 25. Januar, um 13 Uhr im Gasthaus Kreuzerwirt in Mettenheim eine Veranstaltung.stn