Nachruf

von Redaktion

Engelsberg – Der Lackner Schorsch ist tot. Im Alter von 85 Jahren verstarb Georg Lackner, ein beliebter und hochgeschätzter Mitbürger. Die Pfarrkirche St. Andreas in Engelsberg war voll besetzt, die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen zahlreich vertreten. In sehr würdiger Weise wurde mit der großen Trauergemeinde das Requiem von Pfarrer Hans Speckbacher zelebriert, musikalisch gestaltet vom Kirchenchor.

Pfarrer Speckbacher blickte auf das Leben von Georg Lackner in seiner Predigt zurück. Der Lackner Schorsch, wie er allgemein genannt wurde, kam am 20. April 1940 in Holneich bei Surberg zur Welt, dort wuchs er mit sieben Geschwistern auf.

Nach dem Schulbesuch machte er eine Schlosserlehre und wechselte anschließend zur Firma Krauss-Maffei, bevor er zur Linde nach Schalchen kam. Viele Jahre arbeitete er dort, 40 Jahre, bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1998.

Sein privates Glück fand Georg Lackner mit seiner Anni, einer geborenen Peter, die er bei einem Büchereikurs in Hirschberg kennenlernte.

1969 heirateten die beiden in der Engelsberger Pfarrkirche und bezogen das Haus an der Andreasstraße, das Georg Lackner schon zu erbauen begonnen hatte und mit seiner Anni fertigstellte. 1970 kam Sohn Martin, 1973 Sohn Andreas und 1977 Sohn Tobias zur Welt. Ihnen war er stets ein guter Vater, die fünf Enkelkinder, die mittlerweile zur Familie gehören, machten ihm Freude.

Georg Lackner war immer ein fleißiger, zuverlässiger und engagierter Bürger. Er war Mitglied in vielen Ortsvereinen und 25 Jahre lang Vorstand des hiesigen Gartenbauvereins. Vor einigen Jahren wurde er für seinen überaus großen Einsatz zum Ehrenvorstand ernannt.

Er war von 1990 bis 1996 Mitglied im Engelsberger Gemeinderat und 3. Bürgermeister. Außerdem war er viele, viele Jahre in der Kirchenverwaltung tätig.

Große Freude machten ihm Natur, Blumen und Gärten, und als passionierter Imker auch die Bienen. Er ging gern zum Bergwandern, schnitt Bäume und Obstbäume in der Gemeinde zu, half vielen Leuten beim Anlegen ihrer Gärten und man konnte ihn immer um Rat fragen.

Außerdem hat er sehr gerne gesungen, hatte „Auftritte“ mit dem Männerdreigesang, organisierte Hoagartn vom Gartenbauverein und Vereinsausflüge.

Vor 20 Jahren stellte sich seine Parkinson-Krankheit langsam ein. Schorsch nahm seine Krankheit an und blieb geduldig, auch als er sich nicht mehr richtig bewegen konnte. Solange es ging, fuhr er noch mit seinem Elektro-Rollstuhl durch die Gemeinde. Nach einem Krankenhausaufenthalt ging es ihm nicht mehr gut. Mit Unterstützung seiner Frau Anni und seiner Familie konnte er zu Hause sterben. gg

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