Dreifacher Salut auf 60 Ehejahre

von Redaktion

Renate und Werner Hirzinger aus Kraiburg feiern Diamant-Hochzeit – Beim Turnerkranzl hat es gefunkt

Kraiburg – Schon von Geburt an sind beide echte Kraiburger und können nun sogar auf 60 gemeinsame Ehejahre zurückblicken: Renate und Werner Hirzinger feierten jetzt das Fest ihrer diamantenen Hochzeit.

„Einfach Glück haben, Höhen und Tiefen zusammen meistern, Verständnis füreinander haben und sich gegenseitig helfen. Der Zusammenhalt einer Familie ist das Wichtigste“, ist sich das noch rüstige und stattliche Jubelpaar einig.

Seit 50 Jahren bei
den Schützen

Zum Jubelfest gratulierte auch Bürgermeisterin Petra Jackl mit einem Präsent, dem noch viele weitere Glückwünsche folgten. Eine schöne und lautstarke Überraschung war der Auftritt der Schützenkompanie der FSG Kraiburg vorm Haus der Jubilare. Auf das Kommando von Thomas Maier ließen die Kameraden zu Ehren des Jubelpaares einen dreifachen Salut erschallen. Denn Werner Hirzinger zählt zu den Gründungsmitgliedern der Schützenkompanie und beide sind seit 50 Jahren eifrige Mitglieder bei den Schützen und waren in den 80er-Jahren auch schon Schützenkönig und -königin.

Werner Hirzinger ist 1942 in Kraiburg geboren und kannte seinen Vater nicht, der im Krieg gefallen ist. Nach der Wiederheirat seiner Mutter ist er mit sechs Halbbrüdern auf dem „Fischer-Schlössl“ aufgewachsen. Nach seiner Schulzeit lernte er Betriebsschlosser bei Polensky & Zöllner in Mühldorf und arbeitete dann dort als Dreher, auch auf dem Bau in München. 1977 wechselte er zur Firma Ruhrgas nach Bierwang und war dort bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2000 tätig.

Seine Frau Renate, geborene Hinterholzner, kam 1943 auf die Welt und hatte noch einen Bruder. Ihr Vater ist ebenfalls im Krieg geblieben und erst einjährig verlor sie auch noch ihre Mutter. „1946 war ein großes Inn-Hochwasser und ich wohnte bei meiner Tante im ‚Weingärtner-Häusl‘, wo ich im ersten Stock aus dem Fenster geholt wurde, da alles überschwemmt war“, erinnert sich Renate. Dann kam sie zu den Pflegeeltern, Onkel und Tante Hinterholzner, wo sie aufgewachsen ist. Nach ihrer Schulzeit in Kraiburg und Kloster Au war sie im Notariat in Mühldorf tätig.

Gekannt hat sich das jetzige Jubelpaar schon länger, da beide im Turnverein sportlich aktiv dabei waren. „Gefunkt“ hat es jedoch dann 1961 beim „Turnerkranzl“, das damals beim „Duschlwirt“ – später Stolzbräu – stattfand. Schon damals haben beide gerne getanzt und auch im Fasching nichts ausgelassen. Geheiratet haben Renate und Werner dann am 19. November 1965 im Kraiburger Standesamt und einen Tag später war die kirchliche Hochzeit in der Marktpfarrkirche. Mit Verwandten und Freunden wurde dann beim „Unterbräu“ gefeiert. „Wir hatten damals schon Schnee und es war ganz schön kalt“, denken sie zurück.

Vom Inn-Hochwasser
erneut heimgesucht

1969 bezogen sie ihr neu erbautes Eigenheim in der Bruckhäuslnstraße. Im selben Jahr wurden den glücklichen Eheleuten auch die Zwillinge Karin und Michael geboren. „1985 wurde Kraiburg wieder vom Inn-Hochwasser heimgesucht. Zwischen unserem Haus und der Garage ist das Wasser nur so durchgerauscht und es ist viel Holz und alles Mögliche im Zaun hängen geblieben“, erzählt Werner.

Renates Hobby ist der Garten, und zusammen waren sie gerne in den Bergen und mit dem Radl unterwegs. Werner unternahm mit Freunden auch Länderradtouren, etwa von Flensburg bis Berchtesgaden oder auch in Frankreich und der Schweiz. Als leidenschaftliche Camper verbrachten sie ihre Urlaube gerne in Kroatien, wo sie auch beim Segeln waren. Besondere Freude haben sie jetzt an ihrem Enkel Markus, der sie „gleich von nebenan immer im Blick hat“ und gerne bei ihnen verweilt.

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