Ampfing – „Die Anlage schnurrt super, ist besser als die vorherige und die Mieter sind auch zufrieden.“ So schwärmte Richard Denk gegenüber Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von seiner neuen Pelletsheizung, die in seinem Ampfinger Wohn- und Geschäftshaus die alte Gasheizung ersetzt hat.
Aiwanger war eigens nach Ampfing gekommen, um die neue Heizung, die das Ampfinger Unternehmen Manghofer eingebaut hatte, symbolisch in Betrieb zu nehmen. Schließlich ist sie die 250.000. installierte Pelletsheizung in Bayern. Für Aiwanger ein Beweis, wie die klimafreundliche Energiewende mit heimischen Brennstoffen gelingen kann.
Förderung zwischen 30
und 70 Prozent
„Es ist sehr gut, dass wir damit Öl und Gas sparen“, sagte Aiwanger und betonte: „Holzenergie ist der wichtigste erneuerbare Wärmeträger in Bayern.“ Rund 2,4 Millionen bayerische Haushalte würden bereits mit Holz heizen. Moderne Pelletsheizungen „leisten dabei einen erheblichen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zur Versorgungssicherheit.“
„Bayern kann sich mit Pellets selber versorgen“, betonte Martin Bentele vom Deutschen Energieholz- und Pelletverband (DEPV). Dr. Wolfgang Schwarz vom Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern ergänzte: „Die Förderung ist sehr gut.“ Der Einbau werde je nach Umfang mit 30 bis 70 Prozent gefördert.
„Den Klimawandel kann man nicht leugnen“, sagte Bayerns ehemaliger Umweltminister Dr. Marcel Huber. Heizen mit Holz sei dabei eine „gute Lösung“, um CO2-neutrale Lösungen zu finden.
„Heizen mit Holz ist nachhaltig“, unterstrich Aiwanger immer wieder. Es gebe in Bayern ausreichend Holz, werde sogar exportiert, während Öl und Gas importiert werden.
Ampfings Bürgermeister Grundner verwies auf die kommunale Wärmeplanung. Die zeige die Möglichkeiten auf, wie in Ampfing geheizt werden könne. Die Fernwärme mit Geothermie sei hier eine Möglichkeit, „aber nicht für alle“, auch müsse sie wirtschaftlich sein.
Wirtschaftsminister Aiwanger warb für den heimischen Brennstoff. Er biete „gleichbleibenden Komfort, hohe Effizienz und niedrige Emissionen“, so die Pressemitteilung des Ministeriums über den Termin. Eine Tonne Pellets ersetze 450 Liter Heizöl, ein Ster Brennholz mindestens 120 Liter Heizöl.
Holz ist ein zentraler Bau-
stein der Wärmewende
„Mit einem Anteil von etwa 20 Prozent an der gesamten Wärmebereitstellung in Bayern – deutschlandweit sind es zwölf Prozent – ist Holzenergie ein zentraler Baustein der Wärmewende“, schreibt das Ministerium weiter. Holzheizungen könnten mit anderen erneuerbaren Heizungsformen kombiniert werden, um Spitzenlasten abzufangen und die Wärmeversorgung auch in Zeiten hohen Strombedarfs und hoher Strompreise sicherzustellen. Aiwangers Fazit in Ampfing: „Vollgas für Holz.“
Und in Richtung von Hauseigentümer Denk und Konrad Manghofer sagte Aiwanger: „Ihr macht alles richtig.“