Feuerwerk der „Zwoarazwanzger“

von Redaktion

Zwei besondere Vorführungen ohne Drehbuch begeisterten

Ampfing – Bei zwei Aufführungen des Improtheaters der „Zwoarazwanzer“ erlebte der Pfarrsaal eine besondere Aufführung. Rund 90 Zuschauer sahen eine abwechslungsreiche Mischung aus Theater mit und ohne Drehbuch. Das Improvisationstheater – bei den Szenen spontan nach Vorgaben aus dem Publikum entstehen – wurde ergänzt durch pointiert einstudierte Sketche.

So präsentierte eine Verkaufsmesse etwa den neuen Androiden „Männerkenner 7.0“. Im Stück „Der Enkeltrick“ tauchte das Publikum in die turbulente Welt eines Callcenters ein, in dem der Mitarbeiter jedoch nicht gegen die Raffinesse der resoluten Oma Traudel ankam.

In „Aschenputtel und der schöne Prinz“ schlüpften die Darsteller in die Rollen der bekannten Märchenfiguren und brachten den Klassiker in einer modernen, humorvollen Fassung auf die Bühne – mit einem übermäßig eitlen Prinzen und einer guten Fee mit miserabler Zeitplanung. Mit kleinen Veränderungen im Bühnenbild und passenden Kostümen wurden die Zuschauer mühelos an die verschiedenen Schauplätze mitgenommen.

Beim Improvisationstheater verzichteten die Darsteller vollständig auf Requisiten und die Szenen wechselten schnell. Besonders beim Klassiker „FreezTac“, bei dem die Schauspieler nahtlos aus der Haltung ihres Vorgängers neue Szenen entwickeln, zeigte die Gruppe ihr Können. Große Heiterkeit löste auch das Spiel „Gebärdendolmetscher“ aus: Ein Darsteller hielt einen „Fachvortrag“ über das Liebesleben der Tabasco-Klappschildkröte, während ein zweiter ihn in ausdrucksstarker Gebärdensprache übersetzen musste.

Die eindeutigen Bewegungen und der präzise Slapstick sorgten dafür, dass kaum ein Auge trocken blieb und die Lachmuskeln ordentlich gefordert waren. stn

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