Mühldorf – Die fotografischen Werke von Hans-Jürgen Fess sind nicht nur Abbildungen, sie leben auch vom Mut zur Veränderung. So zumindest formulierte es Gabriele Röpke, Vorsitzende des Kunstvereins Inn-Salzach bei der Vernissage in den Räumlichkeiten von meine Volksbank Raiffeisenbank. Der Fotokünstler stammt ursprünglich aus dem Saarland, ist aber schon längst in seiner Wahlheimat Oberbayern integriert. Fess wohnt in Waldkraiburg und sagt von sich, er sei Autodidakt und Hobbyfotograf. Bereits im Kindesalter begann der heute 74-Jährige mit dem Malen. Dies änderte sich, als Fess zur Bundeswehr musste. Sein Vorgesetzter hätte oft fotografiert, dies sei für ihn ein Schlüsselmoment gewesen. „Fotografieren geht schneller als Malen“, dachte sich Fess und sattelte um. Im Jahre 1974 kaufte sich Fess seine erste Kamera.
Bei der Ausstellung in meine Volksbank Raiffeisenbank sind 24 Exponate zu bestaunen, die teils als Gemälde durchgehen könnten, aber stets einen fotografischen Auslöser haben. Die überwiegend digital entstandenen Fotos wurden mittels moderner Technik bearbeitet, sodass immer wieder surreale Momente in den Vordergrund treten. In den Bildern passiert ziemlich viel, dem Betrachter wird es keinesfalls langweilig. „Das Spektrum meiner Fotografien umfasst eigentlich alle Bereiche von A wie Architektur bis Z wie Zeitgeist“, erklärte der ehemalige Maschinenbau-Konstrukteur den Besuchern der Vernissage. Zur offiziellen Ausstellungseröffnung ist nicht nur der Mühldorfer Rathauschef Michael Hetzl sondern auch Waldkraiburgs Zweiter Bürgermeister Anton Kindermann erschienen. Dieser ist Vorsitzender des Eisenbahnclubs Waldkraiburg, dem auch Hans-Jürgen Fess angehört. Denn neben der Fotografie gehören Züge und Bahnstationen zu den Leidenschaften des Künstlers. Die Bilderschau in der Bank, die unter dem Titel „fotoArt“ läuft, ist bis zum 12. Dezember zu bestaunen. Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr. Mittwochnachmittag ist geschlossen. huc