Die Spannung steigt: Familien-Stützpunkte stehen im Finale

von Redaktion

Überreicht Barbara Schöneberger dem Landkreis Mühldorf den Deutschen Kita-Preis?

Mühldorf – Wenn Barbara Schöneberger moderiert, ist einem Event die Aufmerksamkeit gewiss: So ist es sicherlich auch bei der Verleihung des Deutschen Kita-Preises, die heute Aend im Kindl-Zentrum für zeitgenössische Kunst in Berlin-Neukölln stattfindet.

Der Landkreis Mühldorf ist nominiert: Er peilt den ersten Preis in der Kategorie „Bündnis für frühe Bildung“ des Jahres 2025 an. Außerdem wird die Auszeichnung „Kita des Jahres“ verliehen. Wer live dabei sein möchte, muss nicht nach Berlin fahren: Es gibt unter www. deutscher-kita-preis.de einen Livestream.

Für den Landkreis Mühldorf reisen Dr. Carolin Jürgens, Leiterin des Projekts „Lernen vor Ort“, sowie Fachkräfte aus den Familienstützpunkten und aus dem Kreis-Jugendamt nach Berlin. Sie werden von Bundesfamilienministerin Karin Prien sowie Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, empfangen. Diese verkünden die Preisträger des Jahres 2025.

Für den Landkreis Mühldorf ist die Teilnahme bereits eine große Auszeichnung. Denn in diesem Jahr gab es laut Veranstalter rund 600 Bewerbungen. Aus ihnen hat die Jury in beiden Kategorien jeweils 15 Nominierte ausgewählt. Gleich drei stammen in der Kategorie „Familien-Stützpunkte“ aus Bayern: neben der Familienbildung im Landkreis Mühldorf eine Initiative aus Nürnberg und Pielenhofen. In der Kategorie „Kita des Jahres“ vertritt nur eine Einrichtung aus Regensburg den Freistaat Bayern.

Der Deutsche Kita-Preis würdigt nach Angaben der Veranstalter Menschen und Bündnisse, die „tagtäglich daran arbeiten, dass die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft optimal aufwachsen können“. Drei Kitas und drei Bündnisse erhalten neben dem Preis zusammen 110.000 Euro. Und natürlich die Einladung nach Berlin.

Im Landkreis Mühldorf gibt es sechs Familienstützpunkte. Sie leisten „wirkungsvolle Netzwerkarbeit“, wie Landrat Max Heimerl beim Besuch der Jury in Gars betont hatte. Die Anlaufstellen befinden sich in Mühldorf, Waldkraiburg und Gars mit Außenstelle in Reichertsheim, in Ampfing und Oberbergkirchen mit Außenstellen in Schönberg, Lohkirchen und Zangberg sowie in Niederbergkirchen. Hier finden Eltern Beratung und Hilfe, Kontakte und Information. Es geht um alle Themen, die Familien bewegen: Krippe und Kita, Schule und Hort, Freizeit und frühe Bildung, Ferienbetreuung und Hilfen bei Erziehungsfragen. „Ein niederschwelliges Angebot vor Ort“, wie Landrat Heimerl betont. Die Stützpunkte sind Begegnungsstätte und Beratungsstelle zugleich.

Ein Konzept, das es seit 2009 gibt und das sich nun anschickt, bundesweit Furore zu machen: beim Deutschen Kita-Preis.

Artikel 5 von 11