„Das Geld sitzt nicht mehr so locker“

von Redaktion

Bürgermeister Josef Grundner stellt in der Bürgerversammlung die Zukunft von Ampfing vor

Ampfing – Die Pro-Kopf-Verschuldung in Ampfing beträgt 871 Euro. Dies war nur ein Thema, das in der Bürgerversammlung durch Bürgermeister Josef Grundner aufs Tablett kam. Insgesamt sehen die Zahlen in der Gemeinde gut aus, dennoch sagt er: „Das Geld sitzt nicht mehr so locker.“

Bevor es zu den Wortmeldungen ging, nutzte das Gemeindeoberhaupt die Gelegenheit, über das abgelaufene Jahr, verbunden mit einem Ausblick in die Zukunft, aus der Sicht der Gemeinde zu berichten.

Derzeit, so Bürgermeister Josef Grundner, hat die Gemeinde Ampfing 7.263 Einwohner – Tendenz steigend. Seine Ausführungen begannen mit der Sanierung des Rathauses. Beginn der Sanierung soll 2026 im März sein.

Verwaltung zieht
vorübergehend in Schule

Dazu sind einige Vorarbeiten vonnöten. Wie die Auslagerung der Gemeindeverwaltung, die in der Umbauzeit Unterschlupf in der Mittelschule Ampfing finden wird.

Das Bauamt wird die alten Schulungsräume im Feuerwehrhaus beziehen und die Bücherei kommt zentral an den Kirchenplatz 2. In der Gemeinde ist es jetzt möglich, direkt vor Ort ein digitales Passfoto zu erstellen.

Vor Kurzem fand eine Katastrophenschutzübung statt. Das diente dem Ziel, unabhängiger zu werden und vorbereitet zu sein auf verschiedene Szenarien, so Bürgermeister Josef Grundner.

Zur kommunalen Wärmeplanung berichtete er weiter, dass die geplante Geothermie sehr kostenintensiv sei. Diese trägt sich allein für Ampfing nicht. So sei man auf der Suche nach einem Partner, mit dem man sich zusammenschließen kann. Als Lösung für die finanzielle Belastung wäre eine Genossenschaft denkbar. Oder verschiedene Anbieter oder auch sogenannte Insellösungen seien für Ampfing machbar. Die Entscheidung liegt letztendlich beim Gemeinderat. Für das Geothermie-Projekt wird es im nächsten Jahr eine Infoveranstaltung geben, bei der verschiedene Konzepte vorgestellt werden.

Zum Thema Jugend gab es die positive Nachricht: Für zwei Tage in der Woche ist wieder ein Jugendpfleger vor Ort (JUVO) im Einsatz. Geplant sei außerdem die Sanierung des Sportplatzes. Um die hohen Kosten in Zaum zu halten, bewirbt man sich um einen ausgeschriebenen Fördertopf.

Tartanbahn
soll kommen

Der Sportplatz soll dazu eine Tartanbahn erhalten. Tartan ist ein Kunststofflaufbelag, der für Leichtathletik und andere Sportarten verwendet wird. Ebenso ist ein Kunstrasenplatz vorgesehen.

Applaus gab es für die Ausführungen von Bürgermeister Grundner über den abgeschlossenen Bau der Dirt-Pumptrackbahn. Die Idee dazu kam von Kindern und wurde zum Schluss ein Gemeinschaftsprojekt mit Gemeinde, Kindern, Eltern, Freiwilligen und großzügigen Spendern.

Er ging zu den Zahlen über. Die Jahresrechnung 2024 habe erfreulicherweise sehr positive Zahlen. „So konnten wir den Verwaltungshaushalt mit 23.257.374 Euro und den Vermögenshaushalt mit 8.336.643 Euro beschließen. Somit wurde ein Gesamtvolumen von 31.594.017 Euro erzielt“, so Bürgermeister Grundner.

Im laufenden Haushaltsjahr 2025 wird mit Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt von 23.515.200 Euro und im Vermögenshaushalt von 9.719.700 Euro geplant. Gesamtvolumen in Höhe von 33.234.900 Euro – Differenz zu 2024 – rund 1.641.000 Euro.

Die derzeitigen Zahlen lassen hoffen, dass wohl auch dieses Jahr wieder ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden kann.

Die Gemeinde Ampfing ist einer der größten Umlagenzahler des Landkreises Mühldorf. Aufgrund der nochmaligen Anhebung des zugrunde gelegten Hebesatzes von 55,3 Prozent auf 56,5 Prozent muss in diesem Jahr ein Aufwand in Höhe von 6.251.000 Euro veranschlagt werden.

In den letzten vier Jahren ist somit der Hebesatz um 5 Prozentpunkte gestiegen. Das bedeutet, dass im Verhältnis fast 50 Prozent der Steuereinnahmen an den Landkreis Mühldorf a. Inn weitergeleitet werden müssen. Nach einer kurzen Pause hatten die Bürger das Wort (gesonderter Bericht folgt).

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