Waldkraiburg – Nach der Bergung einer 88-jährigen Frau aus dem Innkanal bei Waldkraiburg am vergangenen Montag dauern die Ermittlungen der Kriminalpolizei weiter an (wir berichteten). Die bisherigen Untersuchungen, darunter auch die Obduktion im Institut für Rechtsmedizin in München, ergaben keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden.
Am Montagnachmittag gegen 16 Uhr hatte ein Zeuge der Integrierten Leitstelle eine leblose Person auf der Wasseroberfläche des Innkanals bei Waldkraiburg gemeldet. Die Rettungskette lief schnell an, die Frau konnte aus dem drei Grad Celsius kalten Wasser aber nur noch leblos geborgen werden. Zu diesem Zeitpunkt war ihre Identität noch unbekannt.
Genaue Todesursache
lässt sich nicht klären
Erst am darauffolgenden Tag klärte sich, um wen es sich handelte. „Ein Angehöriger meldete eine Frau als vermisst, auf die die Beschreibung der Verstorbenen passte“, sagt Daniel Katz, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Nachfrage. Die Seniorin stammte aus dem Landkreis Mühldorf und lebte allein.
Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei. Zur Klärung der Todesumstände wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein eine Obduktion angeordnet. Diese bestätigte nach Angaben der Polizei, dass kein Fremdverschulden vorliegt. Die Todesursache könne aber nicht eindeutig einem Unfall oder einer suizidalen Absicht zugeordnet werden. „Unsere Aufgabe als Polizei ist die Aufklärung möglicher Straftaten. Eine solche liegt nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht vor“, erklärt Katz. Die Ergebnisse würden an die Staatsanwaltschaft übermittelt. Diese entscheidet über das weitere Vorgehen, unter anderem darüber, ob das Verfahren eingestellt wird.