Waldkraiburg –Vielen Waldkraiburgern ist er ein Begriff: Horst Preibisch. In seinen Aquarellen hat er Waldkraiburg über Jahre hinweg liebevoll begleitet und porträtiert. Anlässlich seines 90. Geburtstags richtet das Stadtmuseum eine Retrospektive aus, die am Sonntag, 14. Dezember, um 15 Uhr eröffnet wird. Denn mit seiner Lebensgeschichte ist Horst Preibisch auch ein typisches Beispiel für die Generation, die nach dem Krieg Waldkraiburg aufgebaut und „groß“ gemacht hat.
So geht die Ausstellung zunächst auf die Suche nach seinen frühen biografischen Spuren: Geboren 1935 in Arnsdorf bei Haida, stammt er aus einer nordböhmischen Glasmalerfamilie, und so ist ihm der Umgang mit Pinsel und Farbe früh vertraut.
Nach Flucht und Vertreibung besucht er als Jugendlicher die Glasfachschule in Kramsach in Tirol, um hier das Glasmalerhandwerk von der Pike auf zu lernen. 1952 kommt er des Berufes wegen nach Waldkraiburg, ist als Glasmaler bei Markowsky und als Entwurfszeichner bei Wenzel tätig.
Neben den biografischen Aspekten liegt der Schwerpunkt der Ausstellung aber auf den freien Arbeiten des Aquarellisten. Mit großer Könnerschaft und unbestechlichem Auge findet Horst Preibisch in der Stadt immer wieder neue Sichtachsen und ungesehene Perspektiven, bleibt dabei seinem Motiv stets zugewandt. In seinen Aquarellen ist die Lichtführung meist zurückhaltend, manchmal auch farbintensiv, ohne durch expressive Übertreibung zu dominieren. Und doch entstehen eindringliche Bildmomente.