Zu: Stellungnahme der Stadt Waldkraiburg vom 25. November
Die Nutzungsbedingungen vom Haus der Kultur in Waldkraiburg sind eine Sache. Die aber durchaus vom Stadtrat verändert werden könnten, wenn man es wollte, was aber natürlich alle politischen Parteien gleichermaßen treffen würde.
Aber dass sich niemand vom Stadtrat bei einer Gegenveranstaltung zeigt und man „nur“ auf persönliche Einladungen setzt, ist auch ein Zeichen!
Es zeigt, wie wenig sich die Ratsmitglieder mit der Tatsache, dass eine vom Verfassungsschutz als rechtsradikal eingestufte Partei im Rat sitzt, auseinandersetzen und man beginnt, dies als gegeben hinzunehmen. Es zeigt auch, wie die persönlichen Einstellungen der einzelnen Stadträte, quer durch alle anderen Parteien, zu diesem Thema sind.
Als gebürtiger Waldkraiburger bin ich mehr als enttäuscht von meinen sogenannten „Volksvertretern“. Ich war nicht nur bei der Gegenveranstaltung, sondern habe auch die AfD-Veranstaltung besucht und musste mir dabei die „unterschwelligen Andeutungen“ anhören, dass alle anderen Parteien und Politiker korrupt sind und nur in die eigene Tasche wirtschaften.
Wer deutlich als Kritiker erkennbar war (wie ich), hat das Mikrofon für den angeblichen „Bürgerdialog“ gar nicht erst bekommen, um entsprechende Fragen stellen zu können und so ein demokratisches Verhalten wird vom Stadtrat durch das Nichterscheinen akzeptiert.
An die AfD stellt sich die Frage, warum man fünf (wegen Krankheit kamen nur vier) rhetorisch geschulte Bundestagsabgeordnete eingeladen hat und nicht zum Auftakt des Kommunalwahlkampfs die wählbaren kommunalen Kandidaten Rede und Antwort gestanden haben.
Hartmuth Lang
Waldkraiburg