Stefanskirchen – Die Gemeinde Ampfing hält jedes Jahr zwei Bürgerversammlungen ab. Bürgermeister Josef Grundner ging dazu speziell auf die Tätigkeiten und Planungen in den Gemeindeteilen ein. Ein Thema, mit dem sich die Gemeinde schon länger beschäftigt, ist die Renaturierung des Aidenbaches, der als unbefriedigend eingestuft ist. Nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie muss er wieder in einen guten Zustand gebracht werden. Nach langen und mühsamen Verhandlungen mit den Grundanliegern konnten die notwendigen Flächen erworben oder Vereinbarungen getroffen werden, um einen naturnahen Ausbau zu ermöglichen.
Um den Aidenbach bei Salmanskirchen künftig vor Überlastungen bei Starkregen zu schützen, baut die Gemeinde ein neues Regenrückhaltebecken.
Ein passendes Grundstück konnte erworben werden. Die Planung startete 2023, die Baukosten liegen bei rund 275.000 Euro plus 40.500 Euro für Planung. Das Erdbecken umfasst rund 5.000 Kubikmeter und kann bis zu 1.610 Kubikmeter Wasser aufnehmen.
Die Gemeinde hat in Zusammenarbeit mit der KSV die dringend erforderliche Sanierung des Kriegerdenkmals durchgeführt. Diese war erforderlich, da die Standsicherheit nicht mehr gegeben war. Die Gesamtkosten liegen bei 55.000 Euro.
Infrastruktur wird
zukunftssicher ausgebaut
In Stefanskirchen läuft derzeit die Sanierung der Hieblstraße. Die Straße wird umfassend erneuert. Inzwischen konnten die ersten Arbeiten erfolgreich umgesetzt werden und der Rückbau der Straße ist bereits abgeschlossen. Derzeit werden die Wasserleitungen samt zugehöriger Hausanschlüsse erneuert. Im Anschluss daran folgt die Erneuerung der Kanalleitungen mit den dazugehörigen Hausanschlüssen. Zusätzlich werden moderne Hausanschlüsse von dem bereits bestehenden Strang in die Grundstücke eingeführt, um die Infrastruktur zukunftssicher auszubauen. Zum Breitbandausbau konnte Bürgermeister Josef Grundner Positives berichten. Die Gemeinde Ampfing hat sich im Rahmen des Gigabitförderprogramms des Bundes auf den Ausbau unterversorgter Ortsteile mit Glasfaser konzentriert. „Ein Antrag für Stefanskirchen mit rund 130 Adressen wurde gestellt und wir haben eine Förderzusage erhalten“, so Bürgermeister Josef Grundner. Im Vergabeverfahren hat sich die Telekom für den Ausbau dieses Gebiets beworben. Ein Ausbau soll bis 2028 durchgeführt werden.
Neben Stefanskirchen bleibt Salmanskirchen (rund 145 Adressen) weiterhin unversorgt. Eine Förderung hierfür könnte in einem späteren Schritt erfolgen. „Die Gemeinde verfolgt konsequent das Ziel, alle Ortsteile mit gigabitfähiger Infrastruktur auszustatten“, versprach Bürgermeister Grundner.
Dieser Beschluss unterstreicht das Engagement der Gemeinde Ampfing für eine flächendeckende Breitbandversorgung und die Nutzung staatlicher Förderprogramme zur Minimierung der finanziellen Belastung, meinte Grundner. Im Anschluss hatte Landrat Max Heimerl das Wort. Max Heimerl zeigte sich beeindruckt, was hier alles passiere. Weiter sprach er die in Schieflage geratene Finanzlage des Landkreises an. Dazu konnte er positiv über das Krankenhausdefizit berichten. Hier gehen die Schulden nach unten. Weitere Themen waren das Landkreiswachstum, der Beitritt zum MVV, das Landkreiswerk und der Bahnausbau. Auch die Investition in Schulen stand und steht weiter auf der Agenda des Landkreises.
Das Resümee des Landrats Max Heimerl: „Es gibt noch viel Arbeit und viele Herausforderungen, die vor uns liegen.“ Mit dem Dank an alle, die zum Wohl der Gemeinde beitragen und sich dafür einsetzen, dass es in Ampfing vorangeht und es lebenswert bleibt, schloss der Landrat und die Bürger konnten Fragen stellen.