Musemoaster begeistert Neumarkt-St. Veit

von Redaktion

Adventliche Bläserstunde in der Johanneskirche mit Sepp Eibelsgruber

Neumarkt-St. Veit – Seit Jahrzehnten beginnt die Adventszeit im nördlichen Landkreis am ersten Adventssonntag in der Neumarkt-St. Veiter Johanneskirche mit der traditionellen „adventlichen Bläserstunde“. Auch an diesem ersten Advent reichten die Plätze in dem geräumigen Kirchenschiff nicht aus, um alle Besucher aufzunehmen.

Vom Altarraum aus bot Sepp Eibelsgrubers stimmungsvolles Blechbläserquintett viele ruhigere Werke dar, die zu den drei kurzen Lesungen von Pfarrer Franz Eisenmann passten. Dieser besprach über Frieden, Freude, Liebe und Glück Worte aus dem Alten und Neuen Testament. Die herausragenden Bläser spielten international bekannte Weisen aus Händels Wassermusik, Sir Rutters Christmas Lullaby, englische Barockmusik, oberbayerische geistliche Popularmusikstücke sowie Kärntner Weisen. Zu allen Stücken wusste Sepp kurze Erklärungen oder Geschichten zu erzählen, die zum Verständnis der Hörer beitrugen. Der Musemoaster experimentiert auch gerne. So arrangierte er das bekannte Tenorsolo aus Lehárs Zarewitsch für sein Blechbläser-Quintett. Dabei kam die Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe überraschenderweise besonders im dunklen Blech stark zum Ausdruck.

Gerne bot Sepp Eibelsgruber in seiner adventlichen Bläserstunde auch ein kleines „Kontrastprogramm“. Diesmal war es das Saitenduo Köhler, ein Geschwisterpaar aus Mühldorf. Katharina und Cecilia Köhler boten zwischendurch auf Hackbrett und Harfe bekannte Adventslieder, deutsche Tänze oder kunstvolle Werke dar. Es sind interessante Erfahrungen, so unterschiedliche Musikdarbietungen zu erleben, von denen jede die Hoffnungen und Erwartungen des Advents auf ihre Weise zum Inhalt hat.

Den Abschluss bildete seit vielen Jahren das bekannte Adventslied „Macht hoch die Tür“. nz

Artikel 1 von 11