Volle Rückendeckung für Thomas Döring

von Redaktion

Kommunalwahl 2026 54-Jähriger möchte der erste grüne Bürgermeister in Neumarkt-St. Veit werden

Neumarkt-St. Veit – Im Mai erst hätten die Grünen einen Ortsverband ins Leben gerufen, regelmäßig hätten sie sich zu Stammtischen getroffen und dabei sei die Idee entstanden, einen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2026 ins Rennen zu schicken. So leitete die Sprecherin des Ortsverbandes, Kathrin Horbach, die Versammlung im Bistro Epocq ein. Ein Name machte dann schnell die Runde. Jetzt haben die Grünen Thomas Döring offiziell als Bürgermeisterkandidaten nominiert.

Niederbayer, aber
verwurzelt in Neumarkt

Döring betonte, dass die Stadt mit Photovoltaik und Fernwärmenetz nicht schlecht aufgestellt sei. Er sei ein Fan der Nutzung von Geothermie, wofür es auch in Neumarkt-St. Veit Potenzial gebe. Aber die Investition sei mit 15 Millionen Euro zu teuer. Bei der Windkraft sei er hin- und hergerissen. „Wenn ein Windrad mitten im Wald platziert werden soll, dann krieg‘ ich Bauchweh.“ Seit sechs Jahren ist Döring Stadtrat, er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Der 54-Jährige engagiert sich seit Jahren als Fußballtrainer beim TSV Neumarkt-St. Veit, ist Mitglied beim EC Schpana und in der Feuerwehr aktiv. Er beschreibt sich selbst als „fest verwurzelt“ in der Rottstadt, verhehlt aber einen kleinen Makel nicht: Als gebürtiger Vilsbiburger stammt er aus Niederbayern.

Nach der Schule hat Döring Druckereitechnik studiert, seit eineinhalb Jahren ist er als Serviceberater im Familienbetrieb tätig. Nachdem er immer wieder ermutigt worden sei, er solle doch für das Bürgermeisteramt kandidieren, habe er nun die Entscheidung dazu gefasst. „Mit Herz, Verstand und Leidenschaft“ will er nun antreten.

Er möchte die Arbeit im Stadtrat transparenter machen. E-Mails seien ein alter Hut, das Ratsinformationssystem funktioniere oft nicht. Er setze vielmehr auf den Kurznachrichtendienst Whatsapp bei der Kommunikation.

Döring will die Jugend stärker einbinden. Die Stichworte „Jugendparlament“ und „Jugendausschuss“ nannte er in diesem Zusammenhang. Auch einen Jugendpfleger vor Ort erwähnte er, der schon mal vom Stadtrat abgelehnt wurde. Voraussetzung dafür wäre aber erst einmal ein fester Jugendtreff im Ort. „Die Thaler-Schmiede vielleicht?“

Es werde zwar viel gejammert, doch sehe er Neumarkt gut aufgestellt. Die Bahnanbindung sei gut, der ÖPNV jedoch in der flächengrößten Kommune des Landkreises schwierig. Nach der gelungenen Stadtplatzsanierung gelte es, Leerstände zu verhindern.

Mit Masterplan die
Wirtschaft stärken

Die Finanzen werden das Hauptthema der Zukunft sein, deswegen will er einen Masterplan zur Stärkung der Wirtschaft entwerfen. „Ohne Wirtschaft keine Einnahmen.“ Er versprach, er werde ein Bürgermeister für alle Farben sein: Symbolisch nannte er die Farben Rot (TSV), Grün (EC Schpana), Blau (Feuerwehr) und Schwarz (Wirtschaft).

Das hat die elf wahlberechtigten Grünen überzeugt. Einstimmig wählten sie ihn zu ihrem Kandidaten.

Artikel 11 von 11