„Wir sind keine Newcomer mehr“

von Redaktion

Waldkraiburger Grüne stellen ihre Stadtratsliste auf und wollen sich für lösungsorientierte Politik einsetzen

Waldkraiburg – Die Stadtratsliste der Waldkraiburger Grünen steht. Elf Kandidaten, davon vier Parteilose, bewerben sich am 8. März um einen Sitz im Stadtrat. Bürgermeisterkandidat Christoph Arz blickte bei der Aufstellungsversammlung im Gasthaus Patini auf die kommunalpolitische Arbeit seit 2020 zurück. Der grüne Ortssprecher war mit damals 23 Jahren als jüngster Stadtrat der Stadtgeschichte in das Gremium gewählt worden, zusammen mit der fast gleichaltrigen Monika Rudolf.

Die beiden Grünen, die sich mit einem FDP-Stadtrat zu einer Fraktion zusammenschlossen, hätten damals völliges Neuland betreten. Corona habe die erste Phase der Amtszeit erschwert. Die Grünen hätten sich aber in der Folge in der kommunalpolitischen Sacharbeit gut einbringen können. In den Ausschüssen, und vor allem über die Fraktionssprechersitzungen, in denen Arz selbst vertreten war, habe man „viel erreicht.“ „Wir sind keine Newcomer mehr“, sagte der 29-Jährige selbstbewusst und spielte damit auch darauf an, dass der grünen Stadtratsliste mit den neuen Kandidaten viel Erfahrung zuwächst. Das wurde bei der Vorstellung der Bewerber deutlich, die aus den unterschiedlichsten beruflichen Bereichen kommen und auf ein vielfältiges ehrenamtliches Engagement bauen können: in der Kulturarbeit, im Natur- und Klimaschutz, in der Jugend- und Seniorenarbeit, im Sport, bei sozialen und gesellschaftspolitischen Projekten oder in der Flüchtlingshilfe. Die zwei großen Stadtratsfraktionen, CSU und UWG, waren nach den Worten von Arz in der laufenden Amtszeit nicht in der Lage, sich zu einer lösungsorientierten Politik zusammenzufinden. „Ich bin froh, dass im März neu gewählt wird. Wir brauchen den Neustart. Wir brauchen frische Gesichter im Stadtrat.“ Bei der Aufstellung der Liste entschied sich die Versammlung dafür, den Bürgermeisterkandidaten auf den ersten Platz zu setzen. Laut Frauenstatut sind die ungeraden Plätze bei den Grünen Frauen vorbehalten, die geraden stehen Männern offen. Rudi Schmidhuber vom Kreisvorstand, der die Wahlen leitete, und Ortssprecherin Monika Rudolf erläuterten Bedeutung und Hintergrund dieses Prinzips. Die ersten beiden Plätze wurden jeweils in geheimer Wahl bestimmt, die Plätze 3 bis 11 im Block. Neben den sechs Parteimitgliedern stehen mit Petra Steindl, Christine Schwarzhuber, Anette Wienes und Hartmuth Lang, Bastian Seitz, fünf parteilose Kandidatinnen auf der Liste.

Die Kandidaten der Grünen

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