Mühldorf – Der Sängerbund Mühldorf veranstaltete in der Pfarrkirche St. Peter und Paul sein Adventskonzert. Dabei stand Dietmar A. Lindner zum letzten Mal am Dirigentenpult.
Er hat als Dirigent den Sängerbund 2013 übernommen. 2014 wurde das Jubiläumskonzert zum 170-jährigen Bestehen unter seiner Leitung aufgeführt. Ab diesem Zeitpunkt gab es immer neben dem Adventssingen auch ein Sommerkonzert, jeweils unter einem bestimmten Motto.
„Jetzt ist es so weit – Dietmar A. Lindner gibt den Taktstock aus der Hand. Ihm sei gedankt für die jahrelange Arbeit und die Energie, die er dafür aufgebracht hat“, sagte die Vorsitzende des Sängerbundes, Susanne Waldinger, nach dem Konzert. Nun ist es ein großes Anliegen des Mühldorfer Sängerbundes, einen Nachfolger zu finden. Nach über 180 Jahren – damit ist der Sängerbund neben der Feuerschützengesellschaft der zweitälteste Verein in der Stadt – soll die Erfolgsgeschichte des Sängerbundes Mühldorf weitergehen.
Das Konzert eröffnete die Mühlberg Musi (die Gebrüder Arnold, Christoph und Markus Hain plus Arnolds Tochter Barbara und Stefan Freimann) mit weihnachtlichen Weisen wie „Weyarner Hirtenmusi“, „Buama weascht munter“, „Maria auf dem Berge“ und „Still, still“ die zu überzeugen wussten.
In bewährter Manier sorgte Hildegard Greipel für adventliches Flair. Sie trug zwischen den Gesangsstücken immer wieder Gedichte und Geschichten rund um Advent und Weihnachten vor.
Der Sängerbund Mühldorf bot anfangs folgende Lieder: „Rorate“, „Advent heißt stille sein“ und „Sing ma im Advent“. Auch die Ornautaler Musikanten (Gertraud Gaigl, Martha Moser, Elisabeth Reindl, Wolfgang Stadler) spielten in überzeugender Manier auf.
Um den Nachmittag nicht nur besinnlich, sondern auch abwechslungsreich zu gestalten, kam wieder Hildegard Greipel zum Zug. Sie las unter anderem vom „Frieden auf Erden“: Hier will der kleine Franzl zu Weihnachten Frieden schenken, geht ins Kaufhaus, in die Apotheke und landet beim gerade tagenden Friedenskomitee, von dem er erfährt, dass man den Frieden nicht kaufen kann, sondern dass man um ihn kämpfen muss. Ein Thema, das heute aktueller ist denn je.
Nicht fehlen durfte Musik aus der Pfarrei St. Pius. Für deren Qualität bürgt seit langen Jahren Anna Angerer, die mit Kinderchor und Flötengruppe auftrat. Die Chorkinder sangen begeisternd „Stimmt euch auf die Weihnacht ein“, „A Liacht in der dunklen Zeit“ von der Aschauerin Kathi Stimmer und „Kinder tragen Licht ins Dunkel“. Die Flötengruppe überzeugte mit „Öffnet die Pforten“.
Auch die Westacher Sänger (Werner Dittrich, Anton Seilbeck, Hubert Faltermaier, Alfons Maier und Toni Deutschl) trugen ihren Teil zum Gelingen des Konzerts bei: Sie präsentierten vier Stücke: „Wachet auf“, „Als Maria übers Gebirge ging“, „Vor mir brauchst Di nit fürchten“ und „Es wird ein Stern aufgehen“. Eine gelungene Darbietung.
Der Sängerbund hatte noch weitere Lieder zu bieten: „D‘Schneflockn foin“, „Jetzt fangen wir zum Singen an“, „Ja Hirten“ und „Frohlocket, ihr Menschen“.
Es ging dem Ende entgegen, und dann kamen noch einmal alle Mitwirkenden zu Gehör und sangen traditionell den „Andachtsjodler“. Man merkte, dass die Damen und Herren fleißig geübt hatten, ihr Vortrag gefiel allen Gästen.
Mit „Bayerische Weihnachtswünsche“ beendete Hildegard Greipel einen gelungenen Nachmittag. hra