Töging – Der Kolpinggedenktag der Kolpingsfamilie wurde mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Johann Baptist eröffnet. Pfarrer Piotr Wandachowicz wies darauf hin, dass der Kolpingverband auch 175 Jahre nach seiner Gründung mit mehr als 400.000 Mitgliedern nicht an Bedeutung verloren hat. Weltweit gibt es über 9.000 Kolpingsfamilien, davon allein 2.200 in Deutschland mit mehr als 200.000 Mitgliedern.
Das Kolpingwerk organisiert unter anderem 23 Jugendwohnheime und über 200 Bildungseinrichtungen.
Landesweites Bikertreffen
ein besonderes Ereignis
Bei der anschließenden Hauptversammlung im Gasthaus Fratello berichtete der Vorsitzende Harald Hempen von den örtlichen Aktionen im zu Ende gehenden Jahr, wie beispielsweise einer Betriebsbesichtigung bei RVT, einer Führung durch die Stiftung Ecksberg, einer Erklärung im Bienenhof Aham, der Teilnahme an Gottesdiensten oder Bezirkstreffen mit Quiz, einer Maiandacht oder einem Schafkopfturnier.
Neben der selbstbestimmten Aufgabe, den Engfurter Kreuzweg begehbar zu halten, fuhr man zum Kulturtag ins Haus der Bayerischen Geschichte nach Regensburg.
Als besonderes Ereignis bleibt jedoch das deutschlandweite Bikertreffen in Erinnerung, das knapp 100 motorradbegeisterte Kolpingmitglieder aus allen Regionen des Landes nach Töging lockte. An einem sonnigen Wochenende wurde das Gasthaus Fratello zum Anreiseziel und zum Start für Ausflüge in die Umgebung. Ein festlicher Gottesdienst mit Bannern der Vereine aus ganz Deutschland, zelebriert von Landespräses Christoph Wittmann und musikalisch begleitet von der Gruppe Destino, rundete das umfangreiche Programm ab.
Im weiteren Verlauf präsentierte Andreas Linterer den Kassenbericht mit der zentralen Botschaft, dass die Einnahmen aus Altkleidersammlungen weggebrochen sind, weil die Sammelunternehmen wegen mangelnder Nachfrage und hoher Müllentsorgungskosten trotz gutem Sammelergebnis keinen Gewinn mehr erwirtschaften. Die Kasse wurde von Georg Völkl und Hans Putz geprüft und anschließend der Vorstand entlastet. Bei den anstehenden Neuwahlen gab es keine Veränderungen. Da sich die bestehende Mannschaft bereit erklärte, sich in den bisher bekleideten Ämtern wieder zur Wahl zu stellen und keine weiteren Kandidatenvorschläge gemacht wurden, konnte Ludwig Gassner als Wahlleiter zügig die Ämterliste abarbeiten und alle Vorstandsmitglieder für die nächsten drei Jahre bestätigen.
Da die Jahre 1965 bis 1975 erfolgreiche Jahre der Mitgliederwerbung waren, konnten zehn Mitglieder zur Ehrung für 50 Jahre und weitere drei für 60 Jahre Vereinstreue eingeladen werden. Neben Urkunden aus der Kölner Kolpingzentrale durften besondere Anstecknadeln und für einige schon am Jahresanfang Gutscheine für Aufenthalte in Kolpinghotels überreicht werden.
Harald Hempen seit
30 Jahren Vorsitzender
Als Neumitglied wurde Roswitha Schiller in der Runde aufgenommen. Bei dieser Gelegenheit meldeten sich der stellvertretende Vorsitzende Bernhard Riedel und Kassier Andreas Linterer zu Wort und überreichten dem alten und neuen Vorsitzenden Harald Hempen als kleines Dankeschön für 30 Jahre Vorsitz einen orangen Kolping-Regenschirm.
Nach Hinweisen auf kommende Veranstaltungen leitete der Vorsitzende die Versammlung in den gemütlichen Teil mit Bilderschau des endenden Jahres über.