Mettenheim – Elfriede Prucker strahlte bei der Eröffnung ihrer neuen Bilderausstellung im Rathaus ihrer Gemeinde. Bis zur Kommunalwahl im Jahr 2020 war die engagierte Frau als Zweite Bürgermeisterin ehrenamtlich tätig und gehörte unter anderem zu den Mitbegründern des Mettenheimer Dorfladens. Die ehemalige Fachlehrerin für Sport und Bewegung an der Berufs- und Wirtschaftsschule Mühldorf motivierte auch den örtlichen Frauenkreis „St. Michael“ zu regelmäßiger sportlicher Betätigung und organisierte im Auftrag der Mettenheimer Kulturfreunde diverse Ausstellungen und Märkte. Dabei wurde sie besonders für ihre ungewöhnlichen, aber gelungenen Dekorationen geschätzt. Nach zwei schweren persönlichen Schicksalsschlägen im Jahr 2022 begann sie ein neues Leben, in dem die Malerei, Bildhauerei, Konzert- und Theaterbesuche, Reisen, die Familie und gute Freunde einen wichtigen Platz einnehmen.
Die umtriebige Frau genießt ihren Ruhestand, verbringt viel Zeit im Garten, ist aber genauso gern unter Menschen. Stets findet sie einen Grund zum fröhlichen Lachen. Diese positive Grundhaltung überträgt sie auf ihr Gegenüber, beispielsweise auf die ersten Besucher dieser neuen Ausstellung im Rahmen von „Kunst im Rathaus“. Bürgermeister Josef Eisner bedankte sich bei Elfie Prucker für ihre wunderschönen Bilder und erklärte: „Man spürt einfach, dass Du mit Liebe malst und Dich als Ganzes einbringen willst.“ Bei einem ersten Rundgang konnten sich die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung davon selbst überzeugen. Auswärtigen Besuchern stehen Amtsstuben, Foyer, Treppenhaus und Obergeschoss mit sorgfältig gehängten Bildern zu den Geschäftszeiten offen.
Auffallend sind die ungewöhnlichen Formate der Prucker-Bilder, die jedoch bei Kunstliebhabern auf dem diesjährigen 21. Mettenheimer Adventsmarkt gut ankamen. Zwei Tage lang präsentierte Elfie Prucker dort im November ihre zweite Bilderausstellung im Kulturhof und erhielt neben einem positiven Feedback das Angebot, im Rahmen von „Kunst im Rathaus“ in ihrem Heimatort auszustellen. Denn den Kunden gefielen die flächigen, farbintensiven Hintergründe der Bilder, vor denen die Figuren zum Leben zu erwachen schienen – da die charmante junge Dame mit Hut und dort die große Familie auf dem Land. Das Themenspektrum der ausgestellten Bilder reichte von sorgfältig inszenierten Stillleben über Blumenarrangements, eine schwarze Katze bis hin zu vertrauten Stadtansichten. Dekorative Muster in verschiedenen Farbschattierungen erfreuen sich bestimmt ebenso großer Beliebtheit. Doch darüber entscheidet letzten Endes das Auge des Betrachters. kch