Ampfing: „Was täten wir ohne euch?“

von Redaktion

Sieglinde Brus und Gabi Hartmetz leiten Nachbarschaftshilfe und suchen Mitstreiter

Ampfing – In diesen Tagen ist sie mehr denn je gefragt: die Nachbarschaftshilfe. Eine Nachbarschaftshilfe ist eine Vereinigung engagierter Bürger, die ihre Fähigkeiten und ihre Zeit in den Dienst von Mitmenschen stellen, die auf eine helfende Hand, eine Fahrgelegenheit zu einem wichtigen Termin oder anderweitige Unterstützung angewiesen sind.

In Ampfing wurde vor sechs Jahren eine solche Anlaufstelle gegründet. Ansprechpartnerinnen sind Gabi Hartmetz und Sieglinde Brus, die derzeit von knapp 30 Personen unterstützt werden.

Vielfältiges Angebot
der Nachbarschaftshilfe

Angeboten werden Begleitfahrten zum Arzt, Einkaufsfahrten, Besuchsdienste, Behördengänge, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, kleinere Reparaturen, Hausaufgabenhilfe, Unterstützung bei zwischenmenschlichen Problemen oder auch kurzzeitige Betreuung von Kindern und Senioren. Es gibt viele Menschen im Pfarrverband Ampfing, die auf Hilfe angewiesen sind. „Wir könnten aber auch aus jeder Pfarrei weitere Menschen brauchen, die uns unterstützen. Wenn jemand aus dem Ort kommt, ist es leichter für die Menschen, Hilfe anzunehmen“, so die Erfahrung von Sieglinde Brus.

Gabi Hartmetz ergänzt: „Wenn wir alle wieder besser zusammenrücken, zusammenhelfen, uns auf das Wesentliche besinnen und mehr aufeinander achtgeben, wäre vielen schon geholfen. Wenn jemand Unterstützung braucht, darf er sich gerne an uns wenden. Sollten wir nicht helfen können, vermitteln wir weiter an andere Organisationen. Wir möchten die bereits bestehenden haupt- und ehrenamtlichen Dienste ergänzen – nicht ersetzen. Unsere Hilfe erfolgt unbürokratisch und ist kostenlos.“

Die Nachbarschaftshilfe Ampfing hat bis heute über 110 Klienten betreut. Bei den 458 Einsätzen dieses Jahr wurden dabei 959 ehrenamtliche Stunden geleistet. „Schön ist die Dankbarkeit der Menschen“, so Sieglinde Brus. „Was täten wir ohne euch – ist der meistgehörte Satz bei unseren Einsätzen.“ „Es gibt aber leider auch immer wieder einige, die kein Verständnis dafür haben, wenn wir einmal etwas nicht übernehmen können“, erzählt Gabi Hartmetz.

Regelmäßige Treffen
gehören dazu

Um auch den sozialen Aspekt in den Vordergrund zu heben, ist ein regelmäßiges Treffen mit Klienten fester Bestandteil der Nachbarschaftshilfe Ampfing. Mit Spielen, Liedern, Basteln, Kaffee und Kuchen sowie Gedächtnistraining und dem Erzählen von früher wird der Gemeinschaftssinn gestärkt. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ organisiert die Nachbarschaftshilfe Ampfing diese Treffen in regelmäßigen Abständen für die Klienten.

Kontakt zur Nachbarschaftshilfe

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