Mühldorf/Altötting – Im Neuöttinger Stadtsaal haben sich und Ärzte aus der Region über neueste Entwicklungen in der Medizin informiert. Im Zentrum der Veranstaltung stand das Thema Alkohol. Rund 70 niedergelassene Ärzte und Klinikärzte sind der Einladung des InnKlinikums zum Interdisziplinären Wintersymposium gefolgt. Die Fortbildungsveranstaltung stand ganz im Zeichen der Gesellschaftsdroge Alkohol, deren Folgen für die Gesundheit und die Bedeutung für das Gesundheitssystem. Unter der Leitung und Organisation von Dr. Jörg Filser, leitender Oberarzt der Allgemein-, Viszeral- und Onkologischen Chirurgie am InnKlinikum Altötting, diskutierten die Experten des InnKlinikums Altötting und Mühldorf anhand zahlreicher Fälle aus der Praxis über die gesundheitlichen Auswirkungen des Alkohols auf die Organe, alkoholbedingte Stürze und deren Folgeschäden sowie das Problem der Mangelernährung bei Alkoholkranken.
Als externer Referent präsentierte Dr. Aljoscha Spork, Chefarzt des Fachbereichs Suchtmedizin am kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg, aktuelle Zahlen und Erkenntnisse über den modernen Alkoholentzug. Konsens herrschte insbesondere in Bezug auf die Folgen des Alkoholkonsums: Alkohol ist ein Zellgift, welches das Risiko für zahlreiche Erkrankungen, Komplikationen sowie die Sterblichkeit stark erhöht und damit Mediziner bei der Behandlung alkoholkranker Patienten vor Herausforderungen stelle. Gerade im niedergelassenen Bereich gelte es deshalb, mittels einfacher Screening-Tests den Alkoholkonsum von Patienten zu erfassen, um Abhängigkeiten frühzeitig zu erkennen.
Das Wintersymposium war die Abschlussveranstaltung für Klinikärzte und niedergelassene Haus- und Fachärzte in diesem Jahr, das erfolgreiche Format wird im kommenden Jahr fortgesetzt. „Mit unseren Fachsymposien schaffen wir einen Ort des Austauschs. Die Zusammenarbeit zwischen unseren Klinikärzten und den niedergelassenen Kollegen liegt uns sehr am Herzen“, betonte Dr. Wolfgang Richter, Medizinischer Vorstand des InnKlinikums.