Zu „Baumgartners letzte Bürgerversammlung: Es war mir eine Ehre, 24 Jahre für Neumarkt zu arbeiten!“, vom 6. Dezember.
Zwei Fragen werden von der Neumarkter Bürgerversammlung im Bericht wiedergegeben. Beide Antworten zeigen, dass es Zeit wird für ein gründliches Umdenken im Eckbüro des Rathauses im ersten Stock. Der Ruf nach Zebrastreifen ist mehr als berechtigt. Die Antwort kennen wir schon vom Stadtplatz. Doch ich bin sicher, genau wie es jetzt Tempo 30 vor der Schule und an anderen Stellen gibt, wird es irgendwann wieder einen Zebrastreifen am Stadtplatz geben. Die Unsicherheit der Fußgänger wird weiter Thema bleiben, nicht nur am Kreisverkehr. Eine Blockadehaltung ohne rechtliche Grundlage hält auf Dauer nicht stand. Die Einstellung des scheidenden Bürgermeisters sieht man auch an der Antwort auf den Wunsch nach Transparenz: Für Niederschriften müssen Bürger ins Rathaus kommen – Einsicht unter Aufsicht. Da lobe ich mir die Worte aus der Antrittsrede der SPD-Kandidatin Madlen Winterer: „Die Verwaltung ist für die Bürger da – nicht umgekehrt.“ Das muss endlich ankommen in der Neumarkter Lokalpolitik. Dann wäre auch der Stadtplatz nicht umgestaltet, sondern saniert worden. Ja, auch der Stadtplatz war Thema in der Rede des Bürgermeisters. Fragen Sie sich auch, was es da zu feiern gibt? Vielleicht die Umgestaltung vom optimalen Parksystem zum Parkchaos, oder das Kunststück, 40 Parkplätze verschwinden zu lassen, ohne dass es optisch auffällt? Chapeau, das ist schon ein paar Millionen wert. Für die vielen Menschen auf den Flaniermeilen, die täglich die neue Aufenthaltsqualität nutzen, parken wir schließlich gerne rückwärts aus und Grünflächen oder alte Bäume in einem Stadtplatz sind wahrscheinlich überbewertet. Entschuldigung, das schaffe ich nur mit Sarkasmus. Mein persönlicher Gedenktag für die Fertigstellung 2026 wird der 15. November.
Dr. Christian Guse
Neumarkt-St. Veit