Lohkirchen – Die UWG Lohkirchen traf sich im Gasthaus Eder in Habersam, um ihre Kandidaten für die Gemeinderatsliste der Wahl 2026 zu stellen. Auch einen Bürgermeisterkandidaten haben sie auf ihrer Liste.
Nach zwölf Jahren hört der amtierende Bürgermeister Siegfried Schick in Lohkirchen auf. Hans Reichl dankte ihm bei der Wahlveranstaltung für den Einsatz zum Wohle der Gemeinde. In diesen zwölf Jahren war Martin Gruber als Gemeinderat und Zweiter Bürgermeister an der Seite von Schick. Martin Gruber sagte bei seiner Vorstellung, dass er einen guten Lehrherren gehabt hat, der ihn von Anfang an überall mit einbezogen habe. Jetzt hat er sich entschieden, als Bürgermeisterkandidat anzutreten, denn Lohkirchen soll weiterhin lebenswert bleiben. In der Vorstellungsrunde berichtete Martin Gruber zuerst Persönliches. In Anschluss stellte er die Ziele im Gemeinderat vor und auch die Projekte die teilweise schon angestoßen wurden.
Martin Gruber ist gut im Gemeindeleben integriert. Derzeit ist er Vorsitzender der KSK Lohkirchen, war bei der Feuerwehr und ist auch beim Schützenverein mit dabei. Bei seinen Zielen für Lohkirchen steht an erster Stelle, dass Lohkirchen lebenswert bleibt, die Bewohner und Vereine zusammenhalten. „Ich möchte immer ein offenes Ohr für die Belange der Bürger in der Gemeinde haben“.
Auf der Agenda des Kandidaten steht der Neubau des Feuerwehrhauses. Hier ist derzeit der Beginn der Planungsphase im vollen Gange. Vor allem Grundstücksverhandlungen stehen hier an oberster Stelle. Der ursprüngliche geplante Platz neben dem Bauhof, ist nicht optimal, da er zu klein ist. Viel Vorarbeit wurde auch schon geleistet zum Bau eines Radweges von Wotting nach Holzstraß. Der derzeitige Stand dazu ist, dass die Grundstücksverhandlungen abgeschlossen sind. Jetzt liegt es am Staatlichen Bauamt Rosenheim, mit der Feinplanung zu beginnen. Umgesetzt soll die Maßnahme 2027 werden. Martin Gruber lobte hier alle Grundstückbesitzer für die gute Zusammenarbeit. Ausgewiesen wird ein Baugebiet vor allem für junge Gemeindebürger mit rund 2,4 Hektar. Es sei eine relativ große Fläche, so Martin Gruber. Es sei aber auch nicht geplant, die Grundstücke sofort zu veräußern. Es soll für junge Leute sein, die in Lohkirchen bleiben möchten. „Das ist uns wichtig, denn nur so kann eine Gemeinde zusammenhalten, wenn auch die jungen Leute am Ort bleiben“.
Ein weiteres Thema sind die Kläranlagen in Deinbach und Brodfurth. Die Einleiterwerte seien ausgeschöpft und deshalb müsse hier investiert werden. „Wahrscheinlich werden hier die beiden Kläranlagen in Brodfurth zusammengeführt werden“, so Gruber. Der Gemeinderat sei hier der Meinung, dass dies die bessere Lösung ist. „Ein Thema, das uns viel Geld kosten wird“, so Martin Gruber. „Wir haben viel große Themen auf der Agenda“, so Martin Gruber zum Abschluss. „Es gibt viel zu tun und wir hoffen, alles für die Bürger erträglich zu machen. Ich hoffe, dass ich den Herausforderungen gewachsen bin und alles schaffe, was ich mir vorgenommen habe. Ich möchte einfach den Ideen eine Chance geben, sie zu verwirklichen.“
Versammlungsleiter Hans Reichl freute sich, so einen bodenständigen Kandidaten für das Bürgermeisteramt gefunden zu haben. Bei der Wahl wurde Martin Gruber mit 98 Prozent als Kandidat gewählt.