Erneuter Brand auf einem Hof in Mettenheim

von Redaktion

Technischer Defekt an einem Getreidemischer – Feuerwehr mit 30 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen vor Ort

Mettenheim – „Brand 4“ beziehungsweise „B4“: Wenn bei der Alarmierung von Feuerwehren diese Einsatzart kommuniziert wird, dann handelt es um einen Großeinsatz. In diesem Fall: Bauernhofbrand. So geschehen am Montag zur Mittagsstunde, wo die Feuerwehren im Umkreis zu einem Brand nach Mettenheim alarmiert wurden, nachdem in einer Scheune ein Feuer ausgebrochen war.

Wie die Polizei schreibt, sei der Brand um 11.30 Uhr ausgebrochen. Eine Scheune in Mettenheim war davon betroffen. Die Rede ist von einem technischen Defekt an einem Getreidemischer, der die Feuerwehren auf den Plan gerufen habe. Und die kamen aus allen Himmelsrichtungen. Die Feuerwehren aus Zangberg, Mettenheim und Lochheim waren mit insgesamt 30 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen vor Ort.

Sie konnten das Feuer schnell unter Kontrolle bringen und löschen. „Als wir angekommen sind, hatte der Motor des Getreidemischers bereits gebrannt. Wenn wir nicht so schnell alarmiert geworden wären, hätte das weit schlimmere Folgen haben können“, betont Kreisbrandinspektor Werner Hummel, der einer der Ersten an der Einsatzstelle war. Eine Passantin hatte den Rauch an der Scheune bemerkt, ebenso der örtliche Postzusteller, sagt Hummel. Unmittelbar danach sei der Alarm abgesetzt worden.

Wobei Hummel betont: „Es herrschte zu diesem Zeitpunkt dichter Nebel, wie schon an den Tagen zuvor. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass man unter diesen Voraussetzungen den Rauch überhaupt bemerkt!“

So aber konnten die Feuerwehren rasch an der Einsatzstelle sein. Ein anderer Feuerwehrmann berichtet davon, dass der Atemschutz umgehend zum Innenangriff mit Wasserschlauch in das Gebäude und zur Brandstelle begonnen habe. Der Brand war laut Hummel in einem Gebäude im Süden ausgebrochen. Die Anwohner selbst, die in einem Gebäude auf der nördlichen Seite wohnen, hätten von dem Brand zunächst gar nichts mitbekommen.

Mit Wärmebildkameras sei die Scheune abgesucht worden, um unentdeckte Glutnester zu lokalisieren. Sicherheitshalber habe man auch den Trichter der Mischanlage aufgeflext und das darin befindliche Material, Getreidebruch, entfernt.

Das Gebäude selbst habe durch den Löscheinsatz keinen Schaden genommen, sagt Hummel. Die Mischanlage sei allerdings zerstört worden. Laut Polizei beträgt der Gesamtschaden rund 40.000 Euro. Knapp 100 Leute wurden alarmiert, schätzt der Kreisbrandinspektor Werner Hummel, wobei einige Feuerwehren, die sich bereits auf der Fahrt nach Mettenheim befunden hatte, wieder umdrehen durften. Es war klar, dass der Brand unter Kontrolle war.

Dass überhaupt so viele Einsatzkräfte mitten am Tag zur Verfügung stehen, bezeichnet der Kreisbrandinspektor als großes Glück. „Dank Corona“, fügt Hummel hinzu. Denn mit der Pandemie nutzten Mitglieder der aktiven Feuerwehr die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten. „Und das ist schon ein großer Vorteil!“

Besonders, wenn nicht klar ist, ob es sich nicht doch um einen Großbrand handelt. Denn es war auch nicht der erste Brand am Hof des ehemaligen Mettenheimer Bürgermeisters Josef Gründl. Werner Hummel erinnert sich an zwei Brände an dieser Hofstatt, die sich im Zentrum von Mettenheim befindet.

„Der Letzte liegt aber schon 19 Jahre zurück“, so Hummel. Im November 2006 war es, dass die Feuerwehren zu diesem Brand alarmiert worden, weil eine Scheune des Hofes Feuer gefangen hatte.

Das Vieh konnte in letzter Sekunde gerettet werden, wie die OVB-Heimatzeitungen damals berichtet hatten. Bis auf einen Stier, der sich bei der überstürzten Flucht aus der Scheune ein Bein brach, kam 2006 glücklicherweise niemand zu Schaden. Der Schaden wurde damals mit 100.000 Euro beziffert. Josef Enzinger

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