Schönberg – Die Firma Q-Tac hatte schon im Vorfeld der jüngsten Gemeinderatssitzung in Schönberg zentrale Punkte der Planung abgestimmt und nun den Vorentwurf für die Agri-PV-Anlage in Grabing übermittelt. Der Plan entspreche dem von der Gemeinde Schönberg vorgegebenen Konzept für die Errichtung von PV-Freiflächenanlagen.
Bürger können sich
auch beteiligen
Nach Rücksprache mit Bürgermeister Alfred Lantenhammer (CSU) wurde der Gemeinde eine Beteiligung an der Betreibergesellschaft zwischen fünf und zehn Prozent in Aussicht gestellt. Bei einer Beteiligung von fünf Prozent ergäbe sich laut Unterlagen eine Gesellschaftereinlage von 1.250 Euro, ausgehend von einem Gesamtgesellschaftskapital von 25.000 Euro.
Zusätzlich müsste die Gemeinde der Agri-PV-Anlage einen Gesellschafterkredit in Höhe von 50.000 Euro gewähren. Für eine entsprechende Beteiligung am geplanten Batteriespeicher wären weitere 50.000 Euro als Darlehen zu veranschlagen. Die Gesellschafterdarlehen sollen mit marktüblichen Zinssätzen verzinst werden, derzeit mit 3,86 Prozent. Zusätzlich ist vorgesehen, den Bürgern der Gemeinde Schönberg ein Genussrecht an der Agri-PV-Anlage Grabing einzuräumen, bis zu einem Betrag von 10.000 Euro pro Person.
Diese Genussrechte würden ebenfalls zu marktüblichen Konditionen verzinst. Nach den vorliegenden Angaben liegt der Ertrag von 3,86 Prozent aktuell um rund zwei Prozentpunkte über einer vergleichbaren Sparanlage bei der Bank. Aus Sicht der Verwaltung wäre eine Beteiligung der Gemeinde grundsätzlich interessant, sofern das dafür notwendige Darlehen zu günstigeren Konditionen aufgenommen werden kann. Zudem hätte die Kommune durch eine Beteiligung einen besseren Einblick in die Gesellschaftsstruktur und -entscheidungen. Bürgermeister Lantenhammer ist nach den Beratungsunterlagen der Auffassung, „dass sich die Gemeinde aufgrund der Möglichkeit der Bürgerbeteiligung in einer besonderen Aufsichtspflicht sieht“.
Gemeinderat unterstützt
Vorentwurf für Agri-PV
Der Gemeinderat nahm den Vorentwurf der Agri-PV-Anlage bei Grabing in der Sitzung zur Kenntnis und stellte im Beschluss fest, dass die Anlage nach den von der Gemeinde Schönberg vorgegebenen Richtlinien errichtet werden soll. Der Beschluss fiel einstimmig aus; es gab 13 Ja- und keine Gegenstimme.
Im zweiten Beschluss ging es darum, dass sich die Gemeinde an der Betreibergesellschaft der Agri-PV-Anlage Grabing mit fünf beziehungsweise zehn Prozent (1.250 Euro beziehungsweise 2.500 Euro) beteiligt.
Auch ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von fünf beziehungsweise zehn Prozent der notwendigen Eigenkapitalquote (50.000 beziehungsweise 100.000 Euro) stand im Raum. Doch dieser Beschlussvorschlag wurde mit 3:10 Stimmen abgelehnt.