Wärmebedarf höher als erwartet

von Redaktion

Schönberg muss schnell handeln – Diese Alternative steht der Gemeinde jetzt noch zur Verfügung

Schönberg – Die Gemeinde Schönberg hat bei der Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Verlängerung des Förderzeitraums für die geplante Hackschnitzelanlage beantragt. Wie aus dem Protokoll des Gemeinderates hervorgeht, konnte hierfür bislang keine Zustimmung durch den Gemeinderat erteilt werden, da für 2028 und die Folgejahre noch keine Mittelzusage an die Gemeinde vorliegt.

Fördermittel stehen nach derzeitigem Stand nur bis 2027 zur Verfügung. Sollte die Gemeinde eine feste Fernwärmeanlage dennoch zeitnah bauen wollen, müsste diese daher im Jahr 2026 errichtet werden.

Wärmebedarf kann aktuell
nicht gedeckt werden

Der aktuelle Wärmebedarf der Gemeinde kann laut Verwaltung nicht vollständig über die Abwärme der Biogasanlage Senftl und den Wärmebezug vom Sägewerk Schnablinger gedeckt werden. Deshalb ist derzeit zusätzlich der Einsatz einer Ölheizung notwendig. Nach der vorliegenden Kalkulation wäre ein Neubau der Hackschnitzelanlage im Umfang des geplanten Endausbaus wirtschaftlich momentan nicht darstellbar.

Vor diesem Hintergrund fragte Bürgermeister Alfred Lantenhammer im Gemeinderat, ob für die kalten Wintermonate eine mobile Heizcontaineranlage für Pellets oder Hackschnitzel aufgestellt werden soll. Im Gremium bestand Einigkeit, den Bau einer stationären Hackschnitzelanlage derzeit nicht weiter zu verfolgen und stattdessen auf eine Containerlösung für den Übergang zu setzen.

Gemeinderatsmitglied Josef Leitl sprach sich ausdrücklich für Hackschnitzel und gegen Pellets aus. Diesem Vorschlag schlossen sich die übrigen Gemeinderäte an. Bürgermeister Lantenhammer wurde beauftragt, entsprechende Angebote für mobile Hackschnitzelanlagen einzuholen. Bei Gesprächen mit Bayernwerk und der Firma Kiefinger zeigte sich, dass die Einbindung einer mobilen Anlage in das bestehende System technisch anspruchsvoll ist. Für den Betrieb einer Hackschnitzelanlage wäre ein Pufferspeicher erforderlich. Bayernwerk schlägt hierfür ein Volumen von 7.500 Litern vor. Solche mobilen Pufferspeicher sind derzeit jedoch nicht verfügbar. Als Alternative bringt Bayernwerk eine Hackschnitzelanlage mit Notkühler ins Spiel.

Kosten überschreiten
bisherige Ausgaben

Laut Berechnungen von Bürgermeister Lantenhammer liegen die Kosten einer mobilen Hackschnitzelanlage über den bisherigen Wärmepreisen beim Bezug von Senftl oder Schnablinger. Dennoch sei eine zusätzliche Anlage notwendig, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung schließlich, die Möglichkeit der Umsetzung einer mobilen Hackschnitzel- oder Pelletsheizung für die Fernwärmeanlage Schönberg näher zu prüfen. Der Beschluss fiel einstimmig mit 13 Ja-Stimmen, also ohne Gegenstimmen.

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