Pürten – Eine besondere Gedenkfeier für die verstorbenen Kinder der Zwangsarbeiterinnen fand in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Pürten statt. Beim Gottesdienst, den Pater Walter Kirchmann zelebrierte und der musikalisch umrahmt wurde, stellte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Claudia Anzinger heraus, dass in der Adventszeit innegehalten und die verstorbenen Kinder der Zwangsarbeiterinnen ins Gebet aufgenommen werden sollen.
Sie begrüßte zu dieser Gedenkfeier besonders Rafal Wolski, den Generalkonsul der Republik Polen in München, Andreas Bialas, den Sprecher der Ortsgruppe Gedenkstätte Kindergrab Burgkirchen, Franz Langstein, den Vorsitzenden des Vereins „Für das Erinnern – KZ-Gedenkstätte Mühldorfer Hart“, Alois Remmelberger, den Heimatpfleger aus Burgkirchen, sowie Bürgermeister Robert Pötzsch. Im Anschluss an den Gottesdienst wurden am Erinnerungskreuz zwei Blumengebinde niedergelegt. Eine Kindergruppe legte zudem einen gebastelten Stern als Gedenken für die verstorbenen Kinder dazu.
Pater Walter Kirchmann segnete die Gedenkstätte, und gemeinsam mit der Kirchengemeinde wurde gebetet. Generalkonsul Rafal Wolski zeigte sich beeindruckt, „dass hier nach 80 Jahren an dieser Erinnerungsstätte der verstorbenen Kinder von damaligen Zwangsarbeiterinnen gedacht wird. Denn Millionen Menschen wurden im Geschehen des Zweiten Weltkrieges zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Erhalten wir das Gedenken und die Erinnerung an diese Kinder und ihre Eltern aufrecht und setzen wir uns in dieser schweren Zeit für den Frieden ein, was sehr wichtig ist“.
Das Kreuz wurde von Josefine Pongratz zur Verfügung gestellt und im Pürtener Friedhof als Gedenkstelle errichtet. Es trägt die Inschrift: „Im Gedenken an die zwischen 1943 und 1945 durch Unterversorgung und Nahrungsverweigerung getöteten Kinder der Zwangsarbeiterinnen“. bac