Horst Preibisch: Körper, Geist, Seele

von Redaktion

Lydia Partsch lobt 90-Jährigen als Vorbild in vielerlei Hinsicht – Ausstellung bis Februar

Waldkraiburg – Mit seiner Aquarell-Ausstellung „Stadt- Land-Fluss-Meer“ schenkte Horst Preibisch der Stadt Waldkraiburg im Jubiläumsjahr 2025 noch einmal einen glanzvollen Höhepunkt. Die Städtische Galerie im Haus der Kultur konnte die Besucher, welche zur Eröffnung gekommen waren, kaum fassen, unter ihnen Prominenz aus Stadt und Landkreis.

Auf Anhieb verbreitete sich heitere Stimmung, als Country-Musiker Jo Werner, ein guter Freund der Familie Preibisch, den Song von Cody Jinks anstimmte, der von einem handelte, der auf viel Gelungenes in seinem Leben zurückblickte.

Künstler hat Kunst
für alle geschaffen

Diesen Gedanken griff Kulturreferentin Lydia Partsch auf, als sie in ihrem Grußwort den 90-jährigen Künstler als Vorbild in vielerlei Hinsicht vorstellte: „Ich bin beeindruckt von einem Menschen, der nicht nur fit und rüstig sein Leben meistert: Das Ausstellungsmotto muss man bei ihm erweitern. In seiner Biografie harmonieren Körper, Geist und Seele hervorragend!“ Museumsleiterin Elke Keiper, der es zu verdanken ist, dass sich Horst Preibisch zum Ausstellen seiner Bilder bereit erklärte, betonte einleitend: „Hier wurde Kunst für alle geschaffen. Das beweist allein der Rundblick in diesem farbenfrohen Raum. So gehören die typischen Waldkraiburg-Motive, an einer Wand aufgereiht, schon zum Bestand der Stadt.“ Typisch für Waldkraiburg sei auch der Werdegang Preibischs, der als Heimatvertriebener aus Nordböhmen mit dem Beruf des Glasmalers in heimischen Firmen begonnen hatte.

Sein Vater Oswald hatte ihn bereits 1949 zum Zeichnen animiert. Dies war sicherlich ein Anstoß, mit den Motiven für seine Bilder von der Heimat aus hinaus in die weite Welt zu gehen. „Ich glaube, außer Alaska hast du schon den gesamten Globus kennengelernt“, schloss Keiper ihre Einführung. Nachdem Jo Werner mit seinem Song Hubert von Goiserns „Weit weit weg“ auch Preibischs Ehefrau Gretl in den Vordergrund gelockt hatte, hielt der Künstler selbst noch einen kurzen Rückblick. „Vor einem halben Jahr war ich nicht begeistert von der ‚Superidee‘ Ausstellung“, meinte er an Elke Keiper gewandt. „Aber dann hat es doch ganz gut mit uns funktioniert.“

Ein schwerer Schlag sei es für ihn gewesen, als sein Vater mit nur 49 Jahren nach einem Schlaganfall verstarb, mit dem er sehr eng verbunden gewesen war. Er habe schließlich bei der Firma Wenzel begonnen, sich mit Grafik zu beschäftigen und dabei deren gesamten Werdegang bis hin zum Fertigprodukt absolviert. „Und was noch wichtig ist: Meine Frau habe ich damals beim Tanzen im bekannten ‚Weißen Hirsch‘ kennengelernt“, schloss er seinen kurzweiligen Rückblick.

Radfahren ist nach wie
vor Lieblingsbeschäftigung

Bei einem Glas Wein war anschließend seine gesamte Familie bereit, Auskunft über „ihren Allrounder“ zu geben, ob man nun nach seinen Reisen, seinen sportlichen Tätigkeiten, seinen Motiven beim Malen oder seinen musikalischen Vorlieben am Keyboard fragte. „Und das Radfahren ist immer noch eine Lieblingsbeschäftigung, die er großartig beherrscht“, war der abschließende Kommentar.

Die Ausstellung ist bis Samstag, 8. Februar, jeweils von Donnerstag bis Sonntag geöffnet. Sie ist geschlossen von Mittwoch, 24. Dezember, bis Dienstag, 6. Januar. Eine Führung durch die Ausstellung mit Elke Keiper und Horst Preibisch findet am Samstag, 31. Januar, um 15 Uhr statt.

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