„Adventliche Auszeit“ in der Marktpfarrkirche

von Redaktion

400 Zuhörer begeistert beim Konzert der Blaskapelle – Stimmungsvolle Atmosphäre

Kraiburg – Eine „adventliche Auszeit“ mit der Blaskapelle erlebten etwa 400 Zuhörer in der Marktpfarrkirche St. Bartholomäus. Die Veranstaltung ersetzte das traditionelle Adventssingen, das zuvor 47-mal an gleicher Stelle stattgefunden hatte. Die Besucher erwartete nicht nur ein musikalischer Ohrenschmaus, sondern auch eine stimmungsvolle Atmosphäre durch farbige Lichteffekte und zahlreiche Kerzen.

Blaskapelle sorgte
für Gänsehaut

Bereits das erste Stück sorgte für Gänsehaut, als ein Bläserquartett im hinteren Teil der Kirche „Macht hoch die Tür“ anstimmte, bevor die vorne platzierte Blaskapelle in vollem Umfang einsetzte. Der Vorsitzende der Musiker, Sepp Wilhelm, zeigte sich erfreut, dass die Blaskapelle dieses Konzert gestalten durfte. Er erklärte: „Im November sind Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung diesbezüglich auf uns zugekommen und wir haben gerne zugesagt.“

Unter der Leitung von Dirigent Wolfgang Wieser spielte die Blaskapelle Stücke wie „Himmel und Erde“, „Es ist wieder Weihnachtszeit“, den „Herzallerliebst-Walzer“, „The Rose“ und das adventliche „Engel auf den Feldern“.

Zwischendurch trug Wolfgang Wieser das Gedicht „Weihnachtszeit“ vor, das zum Schmunzeln und Nachdenken in der hektischen Zeit anregte. Das Gedicht endete mit den Zeilen: „Ja, gibt’s denn wirklich keine Sachen, die einem heut‘ noch Freude machen? An einem fehlt es weit und breit, eins hat kein Mensch, kein Mensch hat Zeit! Wir wollen einmal richtig denken: Die Zeit soll’s sein, die wir verschenken! Ich hoffe nur, ihr denkt daran und fangt’s bald mit dem Schenken an!“

Die Instrumentalisten intonierten zudem „Away in a Manger“, „Bella Romantika“ und das zu Herzen gehende „Halleluja“, ehe das musikalische Repertoire mit dem bekannten „Von guten Mächten“ zu Ende ging. Als Zugabe hatte die Blaskapelle noch „Nessaja“ von Peter Maffays „Tabaluga“ im Gepäck, bevor lang anhaltender Applaus und stehende Ovationen des begeisterten Publikums die Akteure belohnten. Pfarrer Michael Seifert zeigte sich ebenfalls begeistert von dem schönen und beeindruckenden Musikkonzert. Ein „Vergelt’s Gott“ sprach er Franz Scheitzeneder aus, der viele Jahre das bisherige Adventssingen organisiert und mit verschiedenen Gruppen bereichert hatte. Er sei die „Seele des Adventssingens“ gewesen. Zusammen mit der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Monika Oberbacher überreichte der Pfarrer ihm ein Präsent. Ein solches erhielt auch Angela Götz von der Kirchenverwaltung, die sich ebenso jahrelang bei dieser Veranstaltung eingebracht hat. Monika Oberbacher und Angela Götz hatten dieses Adventskonzert – stellvertretend für den Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung – organisiert.

Etwas Neues, Schönes
ist entstanden

Diesen Gremien war es wichtig, den Fokus auf Gemeinschaft zu legen: Etwas Schönes und Traditionelles ist zu Ende gegangen – und gleichzeitig ist aus dieser Gemeinschaft heraus etwas Neues, Lebendiges und Wunderschönes entstanden.

Die Kirche war das ganze Wochenende über beleuchtet, um nicht dunkel und geschlossen zu bleiben, wenn am Marktplatz beim Christkindlmarkt so viel Leben ist. Monika Oberbacher betonte: „Die Kirche soll offen, einladend und sichtbar mittendrin dabei sein. Wir als Kirche sind nicht nur als Gebäude da und für die Gottesdienstbesucher, sondern auf vielfältige Weise für alle Menschen in ihren Lebenslagen, an vielen Orten – auch zwischen Glühwein und Lichtern – also mitten im Leben.“

Artikel 1 von 11