Fraundorfner: „Zeit füreinander finden“

von Redaktion

Waldkraiburger Gymnasium berührt mit seinem Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche Maria Schutz

Waldkraiburg – Das Weihnachtskonzert des Waldkraiburger Gymnasiums unter dem Motto „Zünd ma a Liacht an“ und „finden wir Zeit füreinander“ hat zahlreiche Besucher in Maria Schutz begeistert.

Nach dem schwungvollen Eröffnungshit „Feliz Navidad“ der Big Band zeigte sich Schulleiter Thomas Fraundorfner überwältigt vom großen Besucheransturm. Er betonte: „Wir eilen von Adventsmarkt zu Adventsmarkt, von einer Weihnachtsfeier zur anderen. Besinnen wir uns doch auf die besondere Atmosphäre dieser Jahreszeit. So sollen diese musikalischen Darbietungen helfen, Zeit füreinander zu finden!“

Viele Facetten der
Chormusik aufgezeigt

Das Konzert begann mit dem innigen „Zünd a Liacht für di an“, vorgetragen vom Mädchenvokalensemble, das durch vier Männerstimmen, darunter Schulleiter Thomas Fraundorfner, ergänzt wurde. Es folgte das Medley „A Rocking Christmas“, das wie geschaffen für die Bläser der Bigband war und die bekannten Melodien von „Jingle Bells“ und „Rocking Around the Christmas Tree“ vereinte.

Beinahe zum Mitsingen lud auch die Darbietung von „First Noel“ ein, gespielt von Antonia Kapsegger an der Harfe und Maria Wachter am Cello. Einen neuen Trend in der Chormusik präsentierte „A Call to Christmas“ mit beeindruckenden Mädchensopranstimmen, deren Töne um einen Halbton von der normalen Tonleiter abwichen.

Vu Bach bot anschließend ein wahres Schmankerl mit dem anspruchsvollen „Prelude in g-Moll“ von Sergei Rachmaninow, das marschartig begann, lyrisch fließend wurde und in flottem Tempo stakkatoartig endete. Der junge Pianist erhielt dafür verdiente Ovationen.

Sehr beschwingt ging es weiter mit Orchester und Big Band, die den Song „Es sieht immer mehr nach Weihnachten aus“ darboten. Dem folgte das gefühlvolle, einprägsame „The Ludlows“ des Orchesters im 6/8-Rhythmus, das sich durch einen versetzten zweiten und einen schmeichelnden dritten Teil auszeichnete.

Sehr anschaulich-munter präsentierte sich „Happy Meal“, in dem „alle Geschenke bereits geschenkt sind“, Mama immer wieder die Teller füllt und man gemeinsam um die Wette kaut. Beim Harfen-Cello-Duo mit „Ebbe und Flut“ ging es zauberhaft zu, wobei Natur und Wald zum Erwachen kamen. Einen Kontrast dazu bildete Adeles „Skyfall“, das vermittelte, wie zwar die Erde bebt, „doch mit einer helfenden Hand stehen wir alles durch“. Sehr gefühlvoll folgte danach das bekannte „Only You“ mit der Botschaft: „Alles, was ich brauche, ist deine Liebe“.

Anschließend brachte die Big Band John Williams‘ „Star of Bethlehem“ zu Gehör, das dazu anregen sollte, eine Welt zu werden, wie man sie gerne sähe. Die Chorstimmen setzten danach zart und leise nacheinander bei „Leise rieselt der Schnee“ von Carsten Gerlitz ein und ließen das moderne Arrangement beruhigend ausklingen. Orchester und Big Band stellten dem ein strahlendes, mitreißendes „Viva la Vida“ der Rockband Coldplay gegenüber, verbunden mit der Aufforderung: „Lang lebe das Leben!“

Was konnte danach besser passen als das meditative „Hallelujah“ Leonard Cohens, mit dem das Vokalensemble trotz aller Zweifel und Niederlagen einen Lobpreis auf Glauben und Liebe anstimmte.

Einen schwungvollen Schlussakzent setzten Orchester und Big Band mit Irving Berlins „White Christmas“, das einen Blick zurück in vergangene Zeiten warf. Schon Bing Crosby hatte romantisch die schneeglänzenden Wipfel der Bäume besungen, was zwar nicht unbedingt zur nasskalten Gegenwart passte, aber sehr stimmungsvoll war. Zum Abschluss galt ein großer Dank allen Musikern, vor allem den Musiklehrern Sonja Bernhart und Philipp Angermeir.

Noch wunderbar berührt von den großartigen Melodien stimmte der Zuhörermassenchor zum Abschluss beglückt das „O du fröhliche“ an.

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