Drei Leerstände werden neu genutzt

von Redaktion

Neues Leben in alten Gemäuern – Von Gastronomie über Wohnungen bis hin zum Friseur

Mühldorf – Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Dieser Sinnspruch passt in Mühldorf auch auf den unteren Stadtplatz. Gleich an drei Adressen auf gegenüberliegenden Seiten des Stadtplatzes wird aktuell fleißig gewerkelt, um einen schon lange und einen erst seit Kurzem leer stehenden Laden neu zu nutzen. Und um in ein historisches Gebäude, das dank Gerüst und Planen seit Jahren als Schandfleck galt, etwas ganz Neues reinzubringen.

Seit November ist der Bioladen „MiLaMü“ am Stadtplatz 71 geschlossen und schon Anfang nächsten Jahres soll es hier mit einer anderen Idee weitergehen. Beim Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen im Oktober wollte Hauseigentümer Stefan Schörghuber noch nicht so ganz damit rausrücken. Da verriet er nur so viel: „Wir denken über eine Nachnutzung in Richtung Gastronomie nach.“

Mittlerweile ist der für die Ladenräume bei der Stadt gestellte Antrag auf Nutzungsänderung schon bewilligt: Aus dem ehemaligen Lebensmittelgeschäft soll schon bald eine Gaststätte werden. So schnell sind Leerstände am Stadtplatz selten beseitigt. Wie Schörghuber jetzt wissen ließ, wird hier das „Mamamia“, Restaurant und Weinbar, von der gegenüberliegenden Straßenseite einziehen.

Wie es im Bauausschuss hieß, bieten die neuen Räumlichkeiten dem Lokal große Vorteile: Die Küche liegt nicht mehr im Keller wie an der alten Adresse, sondern ist ebenerdig im Erdgeschoss und das neue Lokal wird mehr Fläche haben. Das bestätigt auch Claudia Drechsler vom „MamaMia“, auf deren Homepage schon auf den Umzug hingewiesen wird. Ende Januar 2026 soll an neuer Adresse wiedereröffnet werden.

Wie das seit Jahren eingerüstete Haus am Stadtplatz 74 künftig genutzt werden soll, wissen OVB-Leser längst. In den oberen Stockwerken lässt der Pollinger Schreiner Markus Zehentmaier zusammen mit seinem Team Wohnungen entstehen. Zur Freude vieler Mühldorfer blitzt die neu gestaltete Fassade mit blauer Farbe und weißen Fensterumrandungen samt weißen Stuckelementen schon an einigen Stellen durch das noch mit Plane abgehängte Gerüst.

Der Umbau ist in vollem Gang, es gibt noch viel zu tun. „Im Erdgeschoss wird eine Bar einziehen“, hat Zehentmaier schon durchblicken lassen. Der künftige Barbetreiber macht darauf mit Videos auf Facebook und Instagram schon gehörig neugierig. Der Raum für das Lokal ist ein rund 32 Meter langer Schlauch. An eine Seite soll eine lange Theke, an die Wand gegenüber Tische und Stühle. Er präsentiert einen ersten Entwurf, viel Holz an Wänden und Decke.

Auch gleich gegenüber am Stadtplatz 69, dort, wo im Erdgeschoss jahrzehntelang das Schuhhaus Thalhammer Groß und Klein mit passendem Schuhwerk versorgte, tut sich was. Und wieder spielt Zehentmaier dabei eine entscheidende Rolle. Er hat das Gebäude gekauft und sorgt dafür, dass auch dort wieder neues Leben einkehrt. In den ehemaligen Schuhhaus-Räumen wird eifrig gestemmt und gehämmert, die Schaufenster im Durchgang sind verschwunden, die anderen sind abgeklebt. Dort soll ein Friseur einziehen. Aber keiner der wie Pilze überall aus dem Boden schießenden Barbershops. Nein, ein in Mühldorf alteingesessener Betrieb siedelt von einer der verwinkelten Altstadtgassen an den Stadtplatz über.

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