Kraiburg – Als letzte politische Gruppierung in der Marktgemeinde hat nun auch die SPD ihre Kandidaten für die Gemeinderatswahl im kommenden Frühjahr benannt. Auf einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl hat die Partei in diesem Jahr verzichtet. Ortsvorsitzender Adrian Hilge begründete den Verzicht auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten: „Wir haben mit Petra Jackl eine Bürgermeisterin, mit der wir in vielen Bereichen übereinstimmen und gut zusammenarbeiten können. Es macht wieder sehr viel Spaß, im Gemeinderat zu arbeiten, es läuft recht rund.“
Wahlleiter
Patrick Hüller
Die Versammlung wählte Patrick Hüller, Unterbezirksvorsitzender und Landratskandidat der SPD im Landkreis, zum Wahlleiter. Er dankte den Kraiburger Genossen, „dass ihr bereit seid, eine eigene Liste für die Kommunalwahl aufzustellen, das ist heute nicht mehr selbstverständlich.“ Anschließend ging er auf seine Vorstellungen für eine erfolgreiche Arbeit für den Landkreis ein. Die einzelnen Kandidaten stellten sich der Versammlung vor und machten deutlich, wo und wie sie sich im Falle einer Wahl engagieren wollen. Als Schwerpunkte stellten sich heraus: bezahlbarer Wohnraum in den verschiedenen Größen, mehr Verkehrssicherheit für die Bürger im Ort, Umweltschutzmaßnahmen, mehr Engagement für Kinder und Jugendliche sowie mehr Gewerbe, verbunden mit mehr Arbeitsplätzen. Zweiter Bürgermeister Werner Schreiber erläuterte zudem, was in der zu Ende gehenden Wahlperiode im Gemeinderat geschafft wurde und wo die anstehenden Schwerpunkte liegen.
Einig war sich die Versammlung, die ersten fünf Listenbewerber doppelt aufzuführen und über die vorbereitete offene Kandidatenliste als Ganzes abzustimmen. Sie wurde schließlich einstimmig angenommen.
Schwierig bei jungen
Leuten und Frauen
Nach der Wahl meinte Ortsvorsitzender Adrian Hilge: „Ich bin froh, dass wir zumindest elf Bewerber zusammengebracht haben. Das ist leider nicht mehr selbstverständlich, besonders schwierig ist es bei jungen Leuten und vor allem bei Frauen. Das macht mit Sorgen, weil es bei allen Parteien so ist, da müssen wir parteiübergreifend überlegen, was wir dagegen machen können.“ Diese Feststellung löste noch eine rege Diskussion bei den Anwesenden aus.