Nachruf

von Redaktion

Niederbergkirchen – Im Alter von 89 Jahren starb Andreas Haas aus Eiselharting. Er hatte am 30. Juli 1936 als Sohn des Schneiders Simon Haas und seiner Gattin Susanne in der Hofmark in Schönberg das Licht der Welt erblickt. Sein Vater starb bereits, bevor er zur Schule kam.

Zusammen mit zwei Schwestern wuchs er in einfachen Verhältnissen auf und besuchte in Schönberg die Volksschule. Nach der Schule kam er als Knecht zum Mirtlbauern in Gehertsham, wo er fünf Jahre arbeitete. Danach konnte er beim Bauunternehmen Meierhofer in Schönberg eine Maurerlehre antreten, die er erfolgreich abschloss.

Bei einem Tanz am 1. Mai 1961 beim Reitherwirt in Niederbergkirchen lernte er Erna Auer aus Eiselharting, die an diesem Tag ihren 21. Geburtstag feierte, kennen und verliebte sich in sie. Am 13. August 1963 heirateten die beiden in Niederbergkirchen.

Andreas Haas wechselte zur Firma des Bruders seiner Frau, Martin Auer. Damit wurde Eiselharting seine neue Heimat, denn zusammen mit seiner Gattin übernahm er das kleine Heimatanwesen seiner Frau. Im Laufe des nächsten Jahrzehnts vervollständigten die Kinder Gerhard, Anita und Birgit das Eheglück. Im Jahr 1972 konnte das neuerbaute Wohnhaus bezogen werden. Neben seiner Berufstätigkeit unterstützte Haas abends und am Wochenende seine Gattin in der Landwirtschaft. Im Jahr 1992 wurde die Tierhaltung aufgegeben. Auch seine Töchter unterstützte er bei deren Hausbau nach Kräften. Im Alter von 60 Jahren trat er in den Vorruhestand.

Abgesehen von Vereinsausflügen, unternahm er nur eine große Urlaubsreise, nämlich 1995 nach Lourdes, zusammen mit seiner Frau. Seinen Lebensabend verbrachte er zusammen mit seiner Gattin in Hausgemeinschaft mit der Familie von Sohn Gerhard. Seine drei Enkelkinder bereiteten ihm viel Freude.

Solange er dazu in der Lage war, hatten es ihm sein Garten und die Blumen angetan. Vor zwei Jahren konnte er mit seiner Gattin noch das Fest der diamantenen Hochzeit feiern. Danach verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehends. Dennoch konnte er seine letzten beiden Jahre, umsorgt von seiner Familie und unterstützt durch Pflegekräfte, zu Hause verbringen, wo er ruhig einschlafen durfte.

Nach dem von Pfarrer Franz Eisenmann zelebrierten Seelengottesdienst fand Andreas Haas, der Jubelsodale der Marianischen Männerkongregation und langjähriges Mitglied der FFW Niederbergkirchen war, im Familiengrab seine letzte Ruhe.bic

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