Ampfing – Die Grünen gehen mit einer offenen Liste in die Gemeinderatswahl. Im Salut fand die offizielle Aufstellungsversammlung dafür statt. Die Nominierung der Kandidaten unterstreicht das Motto „Grüne – Zeichen für gelebte Offenheit in Ampfing“. Ortsvorsitzender Maik Holzhey führte durch den Abend.
Gemeinderat Rainer Stöger blickte unter dem Motto „Sechs Jahre Gemeinderat in sechs Minuten“ auf die vergangenen Jahre zurück. In dieser Zeit wurden zahlreiche Anträge gestellt – von der geheimen Wahl von Referenten bis hin zu Zuschüssen zu Stoffwindeln. Die meisten dieser Anträge, wie auch der Antrag zur Mitgliedschaft im „Bündnis Sicherer Hafen“ und für eine intelligente Ladeinfrastruktur am Bahnhof, wurden abgelehnt. Lediglich der Antrag auf eine Boulebahn im Sportpark wurde genehmigt. Ein CO2-Reduktionsprogramm konnte durch Christian Ott zwar im Landratsamt vorgestellt werden, es wurde aber nicht weiter verfolgt. Wichtige Themen waren und sind außerdem der „Zitzmerstadl“, der Straßenbau, die Geothermie sowie das Radwegekonzept und die Rathaussanierung.
Andrea Weiner, die sich künftig nicht mehr für ein Gemeinderatsmandat bewirbt, berichtete aus ihrer Arbeit als Referentin für Senioren und Soziales. Sie hob die Herausforderungen während der Corona-Pandemie, die „Ü-60-Messe“ sowie den jährlich angebotenen Dorfrundgang hervor. Besonders erwähnenswert ist das Pflanzen von 7.000 Krokussen, das dem Ortsbild jedes Frühjahr neue Blüten bringt. Für die kommende Legislaturperiode hat sich die „Offene Grüne Liste“ ambitionierte Ziele gesetzt. Ein zentrales Vorhaben ist die Schaffung von Begegnungsorten, um das Miteinander und den Austausch in der Gemeinde weiter zu stärken. Darüber hinaus soll ein langfristiges Gesamtentwicklungskonzept für Ampfing erarbeitet werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, Ampfing „klimafit“ zu machen: Durch gezielte Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz möchten die Grünen die Gemeinde zukunftssicher aufstellen und aktiv zum Klimaschutz beitragen.
Auffällig ist, dass die Liste mit zehn Frauen und sechs Männern weiblich dominiert ist. Nach der Vorstellung aller Kandidaten wurde die Liste einstimmig gewählt. Neben den Wahlberechtigten waren auch einige interessierte Bürger anwesend. Folgende Kandidaten stehen auf der offenen Liste für den Ortsverband der Grünen: Katharina Stöger, Christian Ott, Theresa Uldahl, Rainer Stöger, Cara Ott, Dr. Volker Stanjek, Katja Böhm, Joachim Probul, Hannah Kreck, Peter Uldahl, Nicole Boye, Maik Holzhey, Dr. Antje Stanjek, Marion Linhuber, Bianca Ott, Carola Uldahl.
Abschließend wurde noch ein Appell an die Bürger formuliert, regelmäßig von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, die Gemeinderatssitzungen zu besuchen. Ein besonderer Aspekt ist, dass für die „Offene Grüne Liste“ keine Parteimitgliedschaft erforderlich ist – ein Zeichen für gelebte Offenheit und Bürgerbeteiligung.