Zangberg – Zum Schluss der jüngsten Gemeinderatsitzung in Zangberg ging es wieder mal, um die Finanzen. Bürgermeister Georg Auer (WVZ) berichtete über die durch die staatliche Rechnungsprüfungsstelle im Prüfungsbericht über die überörtliche Prüfung der Kasse sowie der Jahresrechnungen 2022 bis 2024 angeforderte Stellungnahme.
Enorme Investitionen
der Gemeinde
Der darin monierte Schuldenstand der Gemeinde wird mit den enormen Investitionen der Gemeinde vornehmlich im Abwasserbereich, der Wasserversorgung und des neuen Fahrzeug HLF 10 für die Feuerwehr begründet. Dadurch war die notwendige Erweiterung der Kita, für die bis Ende 2024 bereits 640.000 Euro ausgegeben wurden, nicht ohne Darlehensaufnahmen möglich. Die Zuwendungen werden nämlich erst in den Folgejahren eingehen. Aufgrund dieser Zahlen sieht die Gemeinde in ihrer Stellungnahme den Schuldenstand vertretbar.
Schwieriger fiel dem Gremium die Frage nach einer eventuellen Änderung der Hebesätze für die Grundsteuern A und B. Mit der Maßgabe, diese in einem Jahr zu evaluieren, wurden im November 2024 die Hebesätze auf 450 Prozent bei der Grundsteuer A sowie 320 Prozent bei der Grundsteuer B festgesetzt.
Jetzt stellte die Verwaltung fest, dass die Grundsteuer A aktuell geringfügig gesenkt werden könnte. Jedoch sind 22 Steuerfälle immer noch nicht veranlagt und mehrere Einsprüche noch offen sind. Da somit noch immer mit Veränderungen zu rechnen ist, beschlossen die Gemeinderäte bei zwei Gegenstimmen, das Frühjahr abzuwarten. Da sind die Hebesätze beim Erlass der Haushaltssatzung turnusmäßig wieder ein Thema. Es schien den meisten nicht sinnvoll jetzt und in wenigen Monaten womöglich wieder neue Steuerbescheide zu erlassen.
Turnusmäßig standen auch die Elternbeiträge für das Haus der Kinder „Herz Jesu“ auf der Tagesordnung. Die letzte Erhöhung erfolgte zum September 2024, jetzt sollte eine Entscheidung getroffen werden, da Anfang Februar 2026 die Anmeldung für das Kita-Jahr 2026/2027 stattfinden wird. Bis dahin sollten die Eltern die aktuellen Zahlen kennen.
Die Verwaltung schlug eine Erhöhung um sechs Prozent vor und begründete dies mit ähnlichen Tarifsteigerungen. In der Diskussion herrschte aber die Meinung vor, die Eltern jetzt nicht zusätzlich zu belasten. Genannt wurden politische Entscheidung auf höherer Ebene wie der Wegfall des „Kinderstartgeldes“. Mit einer Gegenstimme beschlossen die Gemeinderäte die Elternbeiträge zum September 2026 nicht zu erhöhen.
Weniger Probleme bereiteten den Räten die ersten Punkte der umfangreichen Tagesordnung. So wurde einem Antrag auf Genehmigung einer Wohnung im Dachgeschoss zur Kurzzeitvermietung, einem Tekturantrag zur Änderung der Außentreppe und eine Erlaubnis nach dem Denkmalschutzgesetz für Bestandsteilöffnungen beim Kloster Zangberg einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt beziehungsweise zur Kenntnis genommen.
Neue Telefonanlage
für die Schule
Ebenso verhielt es sich mit der Erneuerung oder dem Rückbau von Hydranten entsprechend dem vorgelegten Lageplan vom 12. November 2025, insbesondere der Erneuerung des Oberflurhydranten am Dorfplatz und dem Rückbau eines Unterflurhydranten in Unterkiefering.
Da durch die Erweiterung des Hauses der Kinder die bestehende Telefonanlage des gesamten Schulgebäudes in Reichweite und Qualität nicht mehr ausreichend ist, wurde der Neuanschaffung einer Telefonanlage ebenso einstimmig zugestimmt wie satzungsmäßig notwendig, dem Beitritt der Gemeinde Kirchdorf zum „Landkreiswerk Mühldorf a. Inn“. hua