Ortsvereine erhalten neues Zuhause

von Redaktion

Johannesschützen und Feuerwehr errichten Bauwerk in Eigenleistung

Aspertsham – Mit dem Neubau von Feuerwehrhaus und Schützenheim bleibt in Aspertsham die Ortsgemeinschaft erhalten. Mittlerweile blicken die Johannesschützen auf eine langjährige Vereinsgeschichte zurück. Nach der Schließung des Vereinslokals Lauerer wurde ersichtlich: Beide Vereine brauchen eine neue Unterkunft. Der Vorschlag, für beide Vereine ein gemeinsam genütztes Gebäude zu errichten, wurde von allen Mitgliedern mit Beifall aufgenommen.

„Mammutbauwerk“
mit kurzer Bauzeit

Ein geeignetes Baugrundstück war bereits in der Ortsmitte vorhanden. Mit Einwilligung und Bereitschaft der Gemeinde Schönberg ging es an die Planungen. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf rund 1,25 Millionen Euro. Trotz Förderung und Zuschuss der Gemeinde ist das Bauwerk nur mit enormer Eigenleistung der Vereine zu stemmen.

Der symbolische Spatenstich für Schützenheim und Feuerwehrhaus erfolgte am 4. September. Nach einer viermonatigen Bauphase konnte bereits Anfang Dezember der Dachstuhl aufgestellt werden. Was hier in der kurzen Zeit geschaffen wurde, verdient Respekt und Anerkennung. Ob Johannesschützen, Feuerwehrler oder die Gemeinde Schönberg mit Bürgermeister Alfred Lantenhammer, alle zogen an einem Strang und haben mitgeholfen.

Vor dem Start in die Wintersaison hielten die Johannesschützen im Gasthaus Esterl in Schönberg ihre Jahresversammlung ab. Schützenmeister Georg Berndl trug der Versammlung seinen Jahresbericht zum abgelaufenen Schießjahr 2025 vor. Die Anwesenden gedachten außerdem in einer Schweigeminute dem verstorbenen Mitglied Resi Eberl.

Im chronologischen Rückblick von Schützenmeister Berndl ging hervor, dass die Schützen neben dem Schießsport auch Wert auf Geselligkeit legen. Neben den eigenen Festen wurden auch überörtliche Veranstaltungen besucht. So waren das Gründungsfest zum 100-jährigen Bestehen von Einigkeit Salmanskirchen und das Gründungsfest in Stefanskirchen gut besuchte Veranstaltungen. Bei Vereinsmitgliedern stellte sich Nachwuchs ein, es wurde ein Storch aufgestellt. Glückwünsche zu runden Geburtstagen wurden überbracht, dazu kamen noch mehrere Vorstandssitzungen.

Die Fahnenabordnung der Johannesschützen war im vergangenen Vereinsjahr bei zahlreichen Feierlichkeiten vertreten, so unter anderem an Fronleichnam, beim Geburtstag von Pfarrer Franz Eisenmann, dem Volkstrauertag oder bei Beerdigungen. Ein großer Erfolg war wieder das traditionelle Waldfest. Überörtlich beteiligten sich die Johannesschützen mit einer starken Abordnung beim Schützen- und Trachtenzug in Mühldorf.

Kassier Jürgen Lanzinger gab Auskunft über Einnahmen und Ausgaben des Vereins im vergangenen Jahr und musste von einem kleinen Minus im Haushalt berichten. Kassenprüfer Georg Maier vermeldete keine Beanstandungen und somit konnte die Vorstandschaft ohne Gegenstimme entlastet werden. Bürgermeister Alfred Lantenhammer lobte alle Mitglieder des Vereins für die rege Teilnahme am Dorfleben. Er hob hervor, wie wichtig ein Traditionsverein für die Gemeinde ist. Die von den Johannesschützen organisierten Veranstaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit und fördert den Zusammenhalt. Er war beeindruckt von der enormen Eigenleistung der Schützen und Feuerwehr, die in einer kurzen Bauzeit so ein „Mammutbauwerk“ aus dem Boden stampften. Zudem würdigte er das Engagement des Schützenmeisters Berndl für die erfolgreiche Vereinsführung. Mit der Fertigstellung von Schützenheim und Feuerwehrhaus ist für Herbst geplant.

Vorfreude auf
das Königsschießen

Am Ende der Jahresversammlung gab Schützenmeister Georg Berndl abschließend noch einen kurzen Ausblick auf bevorstehende Veranstaltungen. Die Schießtermine sind immer freitags auf der Schießanlage bei den Almenrauschschützen Oberbergkirchen. Das Königsschießen findet Anfang Januar und das VG-schießen findet im März in Oberbergkirchen statt, das Scharfschießen kann in Neumarkt geübt werden.

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